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Newsletter Mai 2011

Offene Grenzen für Arbeiter aus Mittel- und Osteuropa

100.000 neue Arbeitnehmer erwartet

Ab dem 1. Mai dürfen Bürger der neuen osteuropäischen EU-Länder Estland, Litauen, Lettland, Polen, Slowenien, der Slowakei und der Tschechischen Republik uneingeschränkt in Deutschland arbeiten. Die Übergangsfrist, die 2004 nach der Schließung des Beitrittsvertrages in Kraft getreten ist, diente der langsamen Einführung der Freizügigkeit der Arbeitnehmer. Deutschland und Österreich haben die sieben Jahre voll ausgenutzt, nicht zuletzt wegen der von den deutschen und österreichischen Bürgern befürchteten Arbeitslosigkeit. Die Erfahrungen der Mitgliedsstaaten, die ihre Grenzen sofort geöffnet haben, zeigen jedoch, dass sowohl das Wirtschaftswachstum gefördert als auch die illegalen Beschäftigungen vermindert werden.
Für das kommende Jahr erwartet die Kommission etwa 100.000 neue Bewerber aus Mittel- und Osteuropa.
Weitere Informationen zum Thema Freizügigkeit finden Sie hier.
Die vollständige Meldung finden Sie hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 28.04.2011

EU-Forschungsinfrastruktur erfährt Unterstützung

Drei neue Einrichtungen sind in Planung

Die Kommission und die Forschungsminister der Mitgliedsstaaten haben beschlossen, die EU-Forschungsinfrastruktur mit drei neuen Einrichtungen zu unterstützen. Schwerpunkte liegen bei diesen vor allem in den Bereichen Klimawandel, Gesundheit und Lebensmittelversorgung. Eingerichtet werden sie durch das 2002 gegründete Europäische Strategieforum für Forschungsinfrastrukturen (ESFRI).
Deutschland und Frankreich werden die Einrichtung für mikrobielle Ressourcen (EU Microbial Resource Research Infrastructure - MIRRI) entwickeln, die den Zugang zu Materialien wie Pilzen und Viren erleichtern soll.
Die weiteren Infrastrukturen, die sich mit Systembiologie und der Funktion von Ökosystemen beschäftigen sollen, werden durch Frankreich und das Vereinigte Königreich betreut. Der Aufbau der Einrichtungen, der zwischen 2014 und 2017 geplant ist, wird ca. 700 Millionen Euro kosten.
Weitere 48 Infrastrukturen sind geplant, von denen sich bereits 10 im Aufbau befinden. Die Kosten für den gesamten Aufbau werden ungefähr 16 Milliarden Euro betragen.
Mehr Informationen finden Sie hier
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 03.05.2011

EU-Haushaltsentwurf für 2012 vorgestellt

Ausgaben in Höhe von 133 Milliarden Euro geplant

Die EU-Kommission hat kürzlich ihren Haushaltsentwurf für 2012 vorgestellt. Darin geplant sind Ausgaben in Höhe von rund 133 Milliarden Euro (+4,9 Prozent im Vergleich zu 2011) für Wirtschaft und Bürger sowie Verpflichtungsermächtigungen für künftige Ausgaben in Höhe von 147 Milliarden Euro (+3,7 Prozent).
Der Haushaltsplan sieht unter anderem vor, regionalen Behören sowie kleinen und mittleren Unternehmen ihre Ausgaben zu erstatten. Außerdem sollen zusätzliche Zahlungen für Forschungsprogramme (+13,3 Prozent auf 7,6 Mrd. Euro) und Kohäsionsfonds (+8,4 Prozent auf 45,1 Mrd. Euro) erfolgen. 94 Prozent der Ausgaben fließen in Regionen und Städte und kommen dem EU-Bürger zugute. Einsparungen wird die Kommission bei ihren eigenen Verwaltungsaufgaben und in Bereichen vornehmen, die nicht die erwarteten Ergebnisse erzielen konnten. So sollen im kommenden Jahr für EU-Organe nur noch sechs Prozent des EU-Haushalts aufgebracht werden.
Mehr über den Haushaltsentwurf 2012 erfahren Sie hier.

Richtlinie für den Verkauf von pflanzlichen Arzneimitteln in Kraft getreten

Vertrauen in Naturheilmittel soll gestärkt werden

Seit dem 1. Mai 2011 gilt die neue Richtlinie für den Verkauf von pflanzlichen Arzneimitteln in der EU. Diese besagt, dass nur noch einwandfrei unschädliche Produkte aus Pflanzen auf den Arzneimittelmarkt gelangen dürfen. Damit ist die Übergangsfrist der EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004 beendet, in der entsprechende Heilmittel kostengünstig registriert werden konnten. Zur Registrierung musste nachgewiesen werden, dass die Produkte nicht gesundheitsschädigend sind und sich auf dem Markt seit mindestens 30 Jahren (15 Jahre in der EU) bewährt haben. Die Kommission sieht den Ablauf der Frist als positiv für die Verbraucher, da sie den traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln mehr denn je vertrauen können.
Die Richtlinie betrifft allerdings nur Heilmittel, die sich zur Behandlung von Krankheiten eignen. Vitamine, Mineralstoffe und Tees sind deshalb davon ausgeschlossen.
Das ausführliche Memo gibt es hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 29.04.2011

Neue Bestimmungen zu Flüssigkeiten im Handgepäck verzögern sich

Flugreisende müssen auf Einigung der EU-Staaten warten

Die Regelungen für die Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben zunächst bestehen. Geplant war, dass ab dem 29. April Lockerungen für die Einkäufe von Flüssigkeiten aus den Duty-free-Läden von Flughäfen außerhalb der EU eingeführt werden. Da sich jedoch nur Deutschland im Gegensatz zu Großbritannien und Frankreich an den Termin halten wollte, verschiebt sich dieser auf unbestimmte Zeit. Die Verzögerung nutzen die Mitgliedsstaaten und die USA nun, um die neuen Regelungen noch einmal zu prüfen.
Nach Aussage der Kommission können Flugreisende nur dann entlastet werden, wenn die Bestimmungen in allen Staaten gleichermaßen gelten.
Nähere Informationen (in englischer Sprache) finden sich hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 29.04.2011

Strengere Regeln für Kommissionsmitglieder beschlossen

Der Verhaltenskodex wurde verschärft

Die Bestimmungen für Mitglieder der EU-Kommission wurden verschärft. Die überarbeiteten Regeln des Verhaltenskodex für Inhaber von EU-Spitzenämtern beruht auf den Ergebnissen mehrerer Studien der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments und der OECD. Die neuen Vorschriften betreffen unter anderem die Entgegennahme von Geschenken und die Aufnahme einer neuen Tätigkeit nach dem Ausscheiden aus dem Amt. So muss eine neue Tätigkeit nun 18 Monate nach dem Verlassen der Kommission vorab angemeldet werden. Verwandte sowie Ehegatten oder Partner dürfen nicht mehr im Kabinett des betreffenden Kommissionsmitgliedes tätig sein.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 20.04.2011

EU-Kommission beschließt Vergabe von Emissionsrechten

Bis 2020 werden Benchmarks vergeben

Die EU-Kommission hat beschlossen, dass ab 2013 Emissionsrechte nicht nur durch Versteigerung erworben werden können, sondern dass diese noch bis 2020 kostenlos an die Unternehmen gehen. Diese Benchmarks sollen vor allem Firmen zustehen, die energieeffizient produzieren und besonders starkem Wettbewerb aus Drittländern ausgesetzt sind. Die Kommission sieht dies als Anreiz, in CO2-effizientere Anlagen zu investieren.
Dieser Beschluss resultiert aus den Ergebnissen zahlreicher Konsultationen, an denen sowohl Wirtschaft, maßgebliche Branchenverbände auf EU-Ebene sowie Vertreter der Mitgliedsstaaten und Nichtregierungsorganisationen teilgenommen haben.
Bis zum 30. September werden nun die entsprechenden Daten der Industrieanlagen gesammelt und eingereicht. Bis 2020 wird mit Hilfe dieser Daten die Menge an kostenlosen Zertifikaten festgelegt.
Weiterführende Informationen erhalten Sie hier (in englischer Sprache).
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 27.04.2011

Vereinfachung europaweiter Bahnreisen geplant

Alle grenzüberschreitenden Tickets können bald vorab gebucht werden

Tickets für Bahnfahrten quer durch Europa sollen bald vorher gebucht und erworben werden können. Zu diesem Zweck hat die Kommission eine Normung von Tarif- und Fahrplaninformationen beschlossen, die den Austausch von Informationen in der gesamten EU zwischen Eisenbahngesellschaften und Fahrscheinverkäufern möglich machen. So soll die derzeitige Situation im Bahnverkehr, in der nur wenige Fahrscheine grenzüberschreitend gebucht werden können, dem Luftverkehr angepasst werden, der eine europaweite Buchung problemlos möglich macht.
Die Kommission sieht hierin einen ersten wichtigen Schritt, auf den eine groß angelegte Initiative folgen soll.
Hintergrundinformationen zu diesem Thema (in englischer Sprache) erhalten Sie auf der Seite der Kommission.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 05.05.2011

Kommission lobt Deutschland bei der Umsetzung des EU-Datenschutzrechts

Datenschutzregelungen in Europa sind nicht modern genug

Die Kommission hat bei einer Veranstaltung der bayerischen Landesvertretung die Umsetzung des EU-Datenschutzrechts in Deutschland gelobt und zugleich Verbesserungen des Rechts in Europa gefordert. Deutsche Datenschutzbeauftragte sollten daher als Vorreiter bei einer effektiven Umsetzung des Rechts gesehen werden. Die europäischen Datenschutzregelungen sollten hingegen auf der Basis von fünf Eckpfeilern weiterentwickelt werden: dem Recht auf Vergessen, Transparenz, Datenschutz durch Gestaltung, mehr unternehmerischer Verantwortung für den Umgang mit den personenbezogenen Daten und einer völlig unabhängigen Datenschutzkontrolle.
Den gesamten Redetext gibt es hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 04.05.2011

CO2-Ausstoß in der EU um drei Prozent gestiegen

2010 wurden rund 1.900 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen produziert

Der CO2-Ausstoß der Unternehmen, die am EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) teilnehmen, ist 2010 im Vergleich zum Jahr davor um drei Prozent gestiegen. Diese Zunahme wurde von Experten jedoch erwartet, da die Emissionen durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 um 11,6 Prozent zurückgegangen waren. Die Kommission bemerkte hierzu, dass trotz des Anstiegs durch den wirtschaftlichen Aufschwung, der Emissionswert weit unter dem von der Finanz- und Wirtschaftskrise liegt.
Das EU-EHS umfasst über 12.000 Kraftwerke und Herstellungsbetriebe in den 27 EU-Mitgliedstaaten. Die Treibhausgasemissionen beliefen sich letztes Jahr auf 1.932 Milliarden Tonnen CO2- Äquivalent.
Genauere Informationen finden Sie hier.  
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 17.05.2011

Konsultation zur Vermeidung von Plastiktragetaschen gestartet

Die Kommission möchte Kunststoffabfälle vermeiden

Die EU-Kommission zeigt sich besorgt über die Plastiktüten-Müllberge in der EU. Pro Jahr verbraucht jeder EU-Bürger durchschnittlich 500 Plastiktragetaschen, die nur einmal benutzt werden. Es wird geschätzt, dass allein im Mittelmeer 250 Milliarden Kunststoffteile und 500 Tonnen Kunststoff treiben. Um ein Umdenken zu erreichen, hat die Kommission kürzlich eine Konsultation zu diesem Thema gestartet. Darin fragt sie nach Möglichkeiten, Plastiktaschen zu vermeiden und alternative Verpackungen zu fördern.
Andere EU-Staaten haben bereits Maßnahmen wie Verbote bestimmter Plastiktüten und Preiserhöhungen eingeführt. Eine EU-übergreifende Richtlinie gibt es allerdings noch nicht. Es wird jedoch nun geprüft, ob die derzeitigen Anforderungen der EU-Verpackungsrichtlinie an die biologische Verwert- und Abbaubarkeit von Erzeugnissen angemessen sind.
Zur Konsultation gelangen Sie hier.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 18.05.2010

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind.

Kooperationsgesuche April 2011 (PDF-Datei)

Weitere Kooperationsprofile finden Sie hier.

Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns:

Marie-Theres Kraienhorst
Email: mk(at)zenit.de

Auf internationalen Kooperationsbörsen Geschäfts- und Technologiepartner finden

Über NRW.Europa besteht die Möglichkeit, auf folgenden internationalen Messen im Rahmen von Kooperationsbörsen geeignete Geschäftspartner für technologische Zusammenarbeit oder auch für den Vertrieb zu finden:

9. Juni 2011
Kooperationsbörse Energietechnik auf der InterSolar in München
Weitere Informationen...

10./11. Oktober 2011
Kooperationsbörse Lebensmittelwirtschaft auf der ANUGA in Köln
Weitere Informationen...

17./18.11.2011
Kooperationsbörse Medizintechnik auf der MEDICA in Düsseldorf
Weitere Informationen...

Weitere aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen und Kooperationsbörsen finden Sie hier.

Kontakt bei ZENIT:
Marie-Theres Kraienhorst
Telefon: 0208/ 30004-21
Email: mk(at)zenit.de

Veranstaltungshinweise

15. Juni 2011
Europasprechtag bei ZENIT"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

6. Juli 2011
Veranstaltung "Förderprogramme der EU, des Bundes und des Landes im Bereich Life Science/Biotechnologie"
Veranstaltungsort: Schloss Eller, Düsseldorf
Weitere Informationen...

12. Juli 2011
Veranstaltung "Nordafrika/Naher Osten: Marktchancen zwischen Krise und Aufbruch"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

21. Juli 2011
Veranstaltung "Produkt- und Markenpiraterie! Schutz und Bekämpfungsstrategien für den Mittelstand in Nordrhein-Westfalen"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...


Weitere aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen und Kooperationsbörsen...

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