Logo Europa Info Mittelstand

Newsletter Februar 2011

EU-Kommission will Zugang zur EU-Forschungsförderung vereinfachen

Online-Konsultation gestartet

Die EU-Kommission plant einen grundlegenden Umbau der EU-Forschungsförderung. Teilnahme und Verfahren sollen vereinfacht und vereinheitlicht werden. Sie hat dazu am 9. Februar 2011 ein Grünbuch veröffentlicht mit dem Titel „Von Herausforderungen zu Chancen: Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für die EU-Finanzierung von Forschung und Innovation“.  

In dem Grünbuch fordert die Kommission alle Beteiligten auf, Vorschläge für umfassende Änderungen der bisherigen Forschungsförderung einzureichen. Laut Forschungskommissarin Máire Geoghegan-Quinn zielen die Änderungen darauf ab, aus jedem Euro, den die EU in Forschung und Innovation investiert, maximalen Nutzen zu ziehen. Die neuen geplanten Regeln betreffen das derzeitige Forschungsrahmenprogramm (RP 7), das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) sowie das Europäische Innovations- und Technologieinstitut.
Diskussionsbeiträge können ab sofort bis zum 20. Mai 2011  über die Website der Kommission eingereicht werden.

Kommission will Forschern und KMU das Arbeiten erleichtern

Bürokratieabbau soll Entlastung bringen

Im derzeitigen 7. EU-Forschungsrahmenprogramm hat die Kommission nun Sofortmaßnahmen beschlossen, die KMU und Forschern ihre Arbeit erleichtern sollen. Die drei Maßnahmen beinhalten eine flexiblere Berechnung von Personalkosten und eine Pauschalerstattung für Eigentümer von KMU, die einen Beitrag zum Forschungsprojekt geleistet haben. Außerdem wird es künftig eine Lenkungsgruppe aus hochrangigen Beamten geben, die Unstimmigkeiten bei der Anwendung der Vorschriften löst.
Die Kommission ist der Ansicht, dass das Wegfallen von lästigem Papierkram den Forschern und Unternehmen ermöglicht, sich besser auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren. Dadurch wird das Wachstum in Europa gesteigert und die Lebensqualität verbessert. Bis zum Ende des Jahres plant die Kommission, Legislativvorschläge für weitere Vereinfachungen für das nächste EU- Forschungs- und Innovationsprogramm einzureichen.
Eine offene Konsultation zu diesem Thema soll noch im Frühjahr stattfinden.
Weitere Details finden Sie hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 24.01.2011

Förderung von Anbahnungsmaßnahmen in der Wissenschaftlich-Technischen Zusammenarbeit mit Russland

Maßnahmen mit Beteiligung von kleinen und mittleren Unternehmen werden vorzugsweise unterstützt

Die Zusammenarbeit in Wissenschaft, Technologie und Innovation zwischen Deutschland und Russland besitzt eine über zwanzigjährige Tradition, der mit der "Initiative über die strategische Partnerschaft Russlands und Deutschlands auf dem Gebiet der Bildung, Forschung und Innovation" im Jahr 2005 ein zusätzlicher Impuls verliehen wurde. Die enge Kooperation zwischen beiden Ländern gewinnt durch die herausgehobene Rolle Russlands im Rahmen der Nachbarschaftspolitik der Europäischen Union noch mehr an Bedeutung.

Ziele der Fördermaßnahmen sind die Exploration und Anbahnung von Kooperationen im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung. Vorzugsweise werden anwendungsnahe Vorhaben sowie Maßnahmen mit Industriebeteiligung (vor allem kleiner und mittlerer Unternehmen) unterstützt. Hiermit soll auch eine Grundlage für weiterführende Projektanträge in aktuellen Förderprogrammen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), in den thematischen Prioritäten des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU sowie in anderen forschungsrelevanten EU-Programmen gelegt werden.
Weitere Informationen zu Art und Inhalt der Förderung finden Sie hier.
Quelle: Internationales Büro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
im Projektträger beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

Klare Regeln bei Vergabe öffentlicher Gelder gefordert

Kommission startet Konsultation

Eine kürzlich gestartete Konsultation der EU-Kommission geht der Frage nach, wie die Vorschriften bei der Vergabe öffentlicher Gelder effizienter gestaltet werden können. Gerade für kleine Behörden und KMU, die eine Vereinfachung der derzeitigen Verfahren gefordert haben, soll dabei der Verwaltungsaufwand abgebaut werden. Außerdem verlangen sie eine stärkere Berücksichtigung der Innovationsförderung oder sozialer Belange bei der Vergabe öffentlicher Gelder.
Neben der Umfrage prüft die Kommission zurzeit die Effizienz und Kosteneffektivität der europäischen Vergabevorschriften. Momentan entfallen auf das öffentliche Auftragswesen etwa 17 % des BIP der EU.
Die Ergebnisse der Konsultation werden in die Konferenz über die Reform des öffentlichen Auftragswesens am 30. Juni einfließen. Aus den erhaltenen Ergebnissen werden dann neue Gesetzesvorschläge formuliert.
Kommentare zur Grünbuch-Konsultation können bis zum 18. April an folgende Adresse geschickt werden: MARKT-CONSULT-PP-REFORM(at)BITTE-LÖSCHENec.europa.eu.
Weitere Informationen zur Konsultation finden Sie hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 27.01.2010

Kommission fördert bessere Nutzung des Binnenmarktes

Bis 2012 Dienstleistungen effektiver nutzen

Ein besser funktionierender Binnenmarkt für Dienstleistungen könnte einen jährlichen Gewinn von 60 bis 140 Mrd. Euro zur Folge haben. Daher möchte die EU-Kommission bis 2012 dieses Potenzial effektiver nutzen. In diesem und im kommenden Jahr wird die Kommission den Binnenmarkt für Dienstleistungen aus der Sicht der Nutzer testen und dabei auch allen anderen für Dienstleistungen geltenden EU-Vorschriften einbeziehen.
Zugleich sollen Probleme mit grenzübergreifenden Dienstleistungen abgebaut werden, wodurch den Dienstleistungen ein größerer Anteil am innereuro-päischen Handel zukommen soll. Zurzeit beträgt dieser nämlich nur rund ein Fünftel, da bislang nur rund 8 Prozent aller europäischen KMU in Mitgliedsstaaten tätig sind. Nach Aussage der Kommission muss das Wachstumspotenzial des Binnenmarktes für Dienstleistungen ausgeschöpft werden, um sowohl Arbeitsplätze zu schaffen als auch den Wettbewerb zu sichern.

Weitere Informationen finden Sie hier
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 27.01.2011

Großes Interesse an europäischem Vertragsrecht

Kommission leitet weitere Schritte zur Planung ein

Nach einer siebenmonatigen Anhörung zur Planung eines einheitlichen europäischen Vertragsrechts zeigt sich die Kommission zuversichtlich. Mit 124 Eingaben in der Anhörung wird ein großes Interesse an dem Projekt deutlich. Ziel der Reform ist die Beseitigung der Probleme, mit denen vor allem KMU und Verbraucher bei grenzüberschreitenden Geschäften in den anderen EU-Mitgliedsstaaten konfrontiert werden. Rechtliche Unsicherheiten und Unkenntnis über die Gesetze in den anderen EU-Staaten führen oft dazu, dass mögliche Geschäftsabschlüsse gar nicht erst nicht zustande kommen, was sich wiederum schlecht für den Wettbewerb in der EU auswirkt.
Nach Aussage der Kommission sollen sowohl Verbraucher als auch Unternehmen vom Binnenmarkt profitieren, wobei ein einheitliches Vertragsrecht sehr hilfreich wäre.
Die Kommission wird sich in den nächsten Monaten alle Eingaben im Detail ansehen und die Ergebnisse im Juni den nationalen Justizministern vorstellen. Im Herbst wird die Kommission dann vermutlich konkrete Vorschläge machen.
Das Memo zur Anhörung (in englischer Sprache) finden Sie hier.
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 31.01.2011

Umsatzsteuergesetz in Polen geändert

Mehrwertsteuer um 1 Prozentpunkt erhöht

Zum 1. Januar 2011 wurde das polnische Umsatzsteuergesetz geändert. Die markantesten Neuerungen sind bei den Mehrwertsteuersätzen festzustellen. Der Steuersatz wurde jeweils um 1 Prozentpunkt angehoben, sodass der reguläre Tarif nun 23 Prozent beträgt. Auf Güter wie Arzneimittel und Spielwaren werden ermäßigte 8 Prozent Mehrwertsteuer erhoben. Wirtschaftsgüter wie Mehl- und Getreideprodukte  werden mit 5 Prozent (vorher 7 Prozent) besteuert, um die Konsumnachfrage in Polen nicht allzu negativ zu beeinflussen. Ab 1.1.2011 bestehen in Polen somit fünf Mehrwertsteuersätze: 23, 8, 5, 4 (Pauschalsatz für Taxifahrten) und 0%.

Eine weitere Neuerung beschließt, dass die Mehrwertsteuersätze an die Schuldenstandsquote (SSQ) gekoppelt sind. Die SSQ stellt das Verhältnis der Staatsschulden zum Bruttoinlandsprodukt dar. Steigt sie über 55 Prozent, werden die Tarife auch ansteigen, wie in dem Gesetz vom 16.12.2010 über die Änderung des Gesetzes über öffentliche Finanzen festgelegt wurde.
Es wird nun befürchtet, dass eine Tariferhöhung unausweichlich kommen wird, da die Schuldengrenzen bislang nur knapp eingehalten werden konnten. Auch Dienstleister, wie Energieversorger, könnten unter dem neuen Gesetz leiden, da sie mit verschiedenen Mehrwertsteuersätzen arbeiten und sie auf derselben Rechnung verzeichnen müssten. Unternehmen im Erziehungsbereich werden zusätzlich nicht mehr von der Mehrwertsteuer befreit.

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind.

Kooperationsgesuche Januar 2011 (PDF-Datei)

Weitere Kooperationsprofile finden Sie hier.

Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns:

Marie-Theres Kraienhorst
Email: mk(at)zenit.de

Auf internationalen Kooperationsbörsen Geschäfts- und Technologiepartner finden

Über NRW.Europa besteht die Möglichkeit, auf folgenden internationalen Messen im Rahmen von Kooperationsbörsen geeignete Geschäftspartner für technologische Zusammenarbeit oder auch für den Vertrieb zu finden:

1. bis 5. März 2011
CeBIT Hannover
Informations- und Kommunikationstechnologien
Weitere Informationen...

4. bis 8. April 2011
Hannover Messe Industrie
Weitere Informationen...

7. und 8. April 2011
Biomedica in Eindhoven/NL
Biotechnologie
Weitere Informationen...

12. bis 16. April 2011
Internationale Baumesse in Brno/Tschechische Republik
Weitere Informationen...

Kontakt bei ZENIT:
Marie-Theres Kraienhorst
Telefon: 0208/ 30004-21
Email: mk(at)zenit.de

Veranstaltungshinweise

10. und 11. März 2011
Veranstaltung "Successful R&D in Europe: 3. Europäische Netzwerkveranstaltung"
Veranstaltungsort: Flughafen Düsseldorf
Weitere Informationen...

11. März 2011
Veranstaltung "Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) - Chancen für NRW"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

16. März 2011
Veranstaltung "Fördersprechtag"Förderungen und Finanzierung von Innovationen"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...


Weitere aktuelle Hinweise auf Veranstaltungen und Kooperationsbörsen...

DruckenPDF-Datei