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Newsletter November 2009

Lastschriftverfahren nun grenzüberschreitend möglich

Tausende von Banken begrüßen das neue Zahlungssystem

Ab dem 1. November sind grenzüberschreitende Lastschriftverfahren in der EU kein Problem mehr. Im Rahmen des SEPA-Lastschriftverfahrens wird es für Bankkunden jederzeit möglich sein, Zahlungen über das neue Verfahren abzuwickeln. Begleitet wird das grenzübergreifende Lastschriftverfahren von neuen Vorschriften, damit sichergestellt ist, dass die Zahlungsmöglichkeiten genau so einfach und effizient bleiben wie bisher, ohne sich dabei zu verteuern.
Dass Lastschriftverfahren nun auch zwischen den Ländern der EU möglich sein werden, ist laut EU-Kommission sowohl den Anstrengungen der Branche als auch der soliden Rechtsgrundlage zu verdanken. Für die Verbraucher, die Unternehmen und die Wirtschaft allgemein sei dies eine gute Nachricht.
Tausende von Banken haben sich dem neuen System bereits angeschlossen, wodurch Verbrauchern zum ersten Mal ein gesamteuropäisches System für grenzüberschreitende Zahlungen zur Verfügung steht.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 3.11.2009

Mehr Transparenz im Derivatmarkt

EU-Kommission will 2010 Verbesserungsvorschläge einreichen

Die Europäische Kommission bemüht sich um bessere Regeln für die Wertpapiermärkte. Vor allem der Handel mit Derivaten soll transparenter und sicherer gemacht werden. Derivate sind Finanzinstrumente wie Optionen, Zertifikate, Futures und Swaps, die sich nach Kursschwankungen und Preiserwartungen anderer Investments richten. In der Weltwirtschaft sind sie von entscheidender Bedeutung, unter anderem zur Absicherung gegen Wertverluste.
Im kommenden Jahr wird die Kommission Legislativvorschläge einreichen, die sich am G20 Gipfel von Pittsburgh orientieren. Zudem wird sie sich, aufgrund der Globalität des Derivatmarktes, mit anderen Behörden rund um den Globus für die Entwicklung eines neuen Konzepts beraten.
Nach Aussage der EU-Kommission sei das Bemühen um bessere und klarere Regeln ein Zeichen eines Paradigmenwechsels weg von der traditionellen Sichtweise, dass Derivate ausschließlich Finanzinstrumente für Profis darstellen und deshalb nur zurückhaltend zu regulieren seien. Ziel sei eine umfassende Änderung, die es Märkten erlauben soll, auf Risiken angemessen zu reagieren, damit der Steuerzahler in Zukunft nicht noch einmal die Risiken des Finanzsektors tragen müsse.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 21.10.2009

EU-Binnenmarkt nicht verbraucherfreundlich genug

Möglichkeiten beim Online-Shopping sollen sich zukünftig verbessern

Nach neusten Studien der Kommission profitieren Verbraucher beim Online-Shopping kaum noch von dem europäischen Binnenmarkt. Im Rahmen einer Testkaufaktion versuchten Verbraucher mehr als 100 Produkte, wie Fotoapparate oder Kleidung, aus dem Ausland zu bestellen. Über 60 Prozent der Bestellungen konnte dabei aufgrund grenzbedingter Liefer- oder Zahlungsschwierigkeiten nicht nachgegangen werden. Weitere 50 Prozent der gesuchten Produkte waren in inländischen Online-Shops gar nicht erst erhältlich und wurden nur aus einem anderen Mitgliedsstaat angeboten.
Die Kommission führte nun einige Maßnahmen an, die das politische Umfeld vereinfachen sollen, damit sich Unternehmen nicht mehr davor scheuen, Produkte in Mitgliedsstaaten zu liefern. Laut Aussage der Kommission sei es ein neues Ziel, das „rechtliche Labyrinth“ für Anbieter zu vereinfachen, damit nationale Grenzen dem Käufer eine größere Auswahl mit günstigeren Angeboten nicht weiter vorenthielten.

Die vollständige Mitteilung (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 22.10.2009

Großes Mehrwertsteuer-Defizit in der EU

Untersuchung der Kommission deckt Milliardenverluste auf

Laut einer neuen Studie der EU-Kommission, die im Rahmen ihrer Strategie zur Bekämpfung des Steuerbetrugs durchgeführt wurde,  besteht allein zwischen den Jahren 2000 und 2006 im gesamten Euro-Raum ein Mehrwertsteuer-Defizit von 90 bis 113 Milliarden Euro. Zu diesen Zahlen kam es bei der Untersuchung der Differenz zwischen der geschuldeten und der entrichteten Mehrwertsteuer aus 25 Mitgliedsstaaten. In der gesamten EU ist für das Jahr 2006 eine Fehlsumme von 12 Prozent der gesamten Mehrwertsteuer festzustellen. Die Zahlungslücke in Deutschland betrug 10 Prozent.
Als Quelle diente der Kommission öffentlich zugängliches Datenmaterial, aus dem allerdings nicht hervorging, welche Wirtschaftssektoren, Warengruppen oder Geschäftsarten am anfälligsten gegen den Betrug sind. Zudem schloss die Untersuchung Mehrwertsteuer-Ausfälle mit ein, die durch legale Steuervermeidung und Nicht-Zahlung aufgrund von Insolvenzen entstanden sind.
Mehr Informationen und weitere aktuelle Zahlen finden sich hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 30.10. 2009

Europäische Transparenzinitiative findet viele Unterstützer

Register der Interessenvertreter umfasst bereits über 2000 Mitglieder

Über 2000 Verbände, Unternehmen und Organisationen haben sich seit der Gründung im Frühjahr 2008 im Register der Interessenvertreter der EU-Kommission eingetragen und die Zahl steigt weiterhin. Für professionelle Lobbyisten, die Kontakte zu europäischen Organen anstreben, stellt das Register eine ideale Anlaufstelle dar.
Zur Registrierung werden sowohl Daten über die vertretenen Kunden als auch eine Darlegung der Finanzsituation der jeweiligen Institution benötigt. Dies ist im Interesse der Glaubwürdigkeit im Rahmen der „Europäischen Transparenzinitiative“ von der Kommission festgelegt worden.
In Zukunft soll zusammen mit dem Europäischen Parlament eine Verbesserung des Registers erreicht werden, jedoch ohne die Registrierungsbestimmungen zu verändern.
Das Register der Interessenvertreter finden Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 28.10.2009

Innovativere Internetnutzung: Weg aus der Krise

Kommission fördert intelligente Technologien mit 300 Millionen Euro

Die EU-Kommission wird von 2011 bis 2013 die Innovationsforschung für das Internet mit 300 Millionen Euro unterstützen. Ziel ist es das Internet, die Regierungen und verschiedene Wirtschaftsbereiche zusammenzuführen und Europa so zum Vorreiter in der Nutzung intelligenter Infrastrukturen zu machen.
Nach Aussage der Kommission sei das Internet der Schlüssel zum Weg aus der Krise und mache es möglich die Effizienz alltäglicher Prozesse rapide ansteigen zu lassen. So soll es durch die Nutzung der modernern Internettechnologien zu weniger Staus, einer effizienteren Energieversorgung und einer besseren medizinischen Betreuung kommen.
Die europäischen Regierungen und die Branche der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) arbeiten bereits daran durch intelligente Verkehrsleitsysteme den Verkehrsfluss zu regeln und so Schadstoffemissionen zu verringern. Durch diese Förderung soll Europa und dem IKT-Bereich nicht nur eine Führungsposition gesichert werden, sondern gerade der Verbraucher soll durch neue Anwendungen und Dienstleistungen von der breiteren Internetnutzung profitieren.
Die Mitteilung der Kommission finden Sie hier (in englischer Sprache):

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 28.10.2009

Handelshemmnisse weiterhin problematisch

EU setzt sich weiterhin für offene Märkte ein

Laut eines neuen Berichtes der EU-Kommission sind Handelshemmnisse noch immer ein großes Problem in Europa. Fünf Prozent aller Produkte in der EU sind von Handelsbeschränkungen wie Einfuhrverboten, Zollerhöhungen oder der schlichten Bevorzugung einheimischer Waren betroffen.
Die Kommission fordert nun zu mehr Offenheit zwischen den Märkten auf und erklärt, dass die EU auch weiterhin keine protektionistischen Maßnahmen ergreifen wolle. Sie werde sich weiterhin für offene Märkte und ein freies Welthandelssystem einsetzen. Der Kampf für einen offenen Handelsmarkt könne sich als ein Schlüsselfaktor in der weltweiten wirtschaftlichen Erholung zeigen. Sie schließt jedoch nicht aus, dass neue Haushaltsdefizite und anhaltende Arbeitslosigkeit die Schutzmaßnahmen auf dem Markt wieder verstärken könnten.
Für nähere Informationen zur Handelspolitik der EU (in englischer Sprache): ec.europa.eu/trade/
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 6.11.2009

EU-Kommission setzt sich für größere Transparenz im Binnenmarkt ein

Unternehmensregister soll zu mehr Rechtssicherheit führen

Besserer Zugang zu Unternehmensinformationen und damit erhöhte Rechtssicherheit sollen Lücken im Binnenmarkt schließen. Zu diesem Zweck hat die EU-Kommission öffentliche Konsultationen eingeleitet. „Die derzeitige Finanzkrise hat erneut gezeigt, wie wichtig die Transparenz auf den Finanzmärkten ist. Ein besserer Zugang zu aktuellen und offiziellen Informationen über Unternehmen für Gläubiger, Geschäftspartner und Verbraucher kann zur Wiederherstellung des Vertrauens auf den Märkten beitragen. Unternehmensregister spielen eine wichtige Rolle in der Gewährleistung von Transparenz und Rechtssicherheit in Europa", sagte EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy.
Damit Unternehmen in Zeiten der Krise auf eine größere rechtliche Verbindlichkeit bei grenzüberschreitenden Geschäften bauen können, sollen sie leichter Unternehmensinformationen ihrer Kooperationspartner abrufen können. Daher soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmensregistern verbessert werden. Um zu einem bestmöglichen Ergebnis zu kommen, hat die EU-Kommission eine Konsultation eingeleitet. Die Konsultation ist auf dem Fortschrittsbericht der Europäischen Kommission und dem Grünbuch über die Verknüpfung von Unternehmensregistern aufgebaut. "Ich möchte alle interessierten Akteure dazu aufrufen, ihre Meinung darüber abzugeben, wie ihre Zusammenarbeit verbessert werden könnte", ergänzte McCreevy.
Unternehmensregister bieten in ganz Europa eine Reihe von Diensten an, die sich von Land zu Land unterscheiden können. Die wichtigsten Dienstleistungen aller Register bestehen allerdings in der Prüfung und Speicherung von Informationen über Unternehmen, wie über Rechtsform, Sitz und rechtliche Vertreter des Unternehmens, sowie darin, diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Weitere Informationen (in englischer Sprache) finden Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 5.11.2009

Emissionserzeugung wird transparenter

Neues EU-Register macht Bürgern Daten zu Industrieabfällen zugänglich

Die Emissionserzeugung in der EU soll in Zukunft durch ein neues Register der Kommission transparenter werden. Unter dem Namen „PRTR“ (Schadstofffreisetzungs- und verbringungsregister) sollen künftig Schadstoffemissionen und die Menge an Abfällen und Abwässern aus Industrieanlangen erfasst werden. Das Register zeichnet dabei mehr als 24.000 Anlagen in 65 Wirtschaftszweigen, 30 Prozent aller NO- und 76 Prozent aller SO-Emissionen auf.
Die EU-Kommission sieht in dem Register einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Umweltsituation. Bürgern wird so mittels einer Website unmittelbar der Zugang zu verschiedensten Daten über die Industrieemissionen zur Verfügung gestellt, was sie in die Lage versetzt, selbst aktive Entscheidungen zum Umweltschutz zu treffen. So ist unter anderem durch Eingabe des Standorts oder den Namen eines Betriebs einsehbar, wie viele gefährliche Abfälle dieser in einem bestimmten Land erzeugt hat.
Zugang zum Register PRTR bekommen Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 9.11.2009

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind. Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns: E-Mail mk@zenit.de

Kooperationsgesuche Oktober 2009 (PDF-Datei)

Wenn Sie nähere Informationen benötigen, wenden Sie sich an:
Marie-Theres Kraienhorst
Email: mk(at)zenit.de

Veranstaltungshinweise

10. Dezember 2009
Interkulturelles Management in Europa und in der Welt
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

15. Dezember
Open Innovation: Möglichkeiten zur Stärkung des Innovationspotenzials für den Mittelstand in Nordrhein-Westfalen
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

15. Dezember
Unternehmertreff Spezial: The Relevance of Framework 7 to High Technologie Companies
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

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