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Newsletter Oktober 2009

Benutzerfreundlichere Finanzverfahren in Planung

Öffentliche Konsultationen zu Finanzvorschriften sollen bis Dezember stattfinden

Die Europäische Kommission wird in absehbarer Zeit die EU-Finanzvorschriften überarbeiten. Bis zum 18. Dezember sollen dazu die Meinungen der Empfänger und Verwalter öffentlicher Mittel eingeholt werden, um sich über die Gestaltung der Vergabevorschriften von Finanzhilfen und Aufträge auszutauschen. Diese Maßnahmen sollen in Zukunft vor allem den Zugang zu Finanzverfahren im Rahmen neuer EU-Programme im Jahr 2014 erleichtern.
Nach Aussage der Kommission seien gerade die, die Finanzhilfen verwalten und Finanzvorschriften täglich anwenden, in der Lage, Erfahrungen und hilfreiche Ideen in die Neuplanung der Kommission einfließen zu lassen. Die Vorschriften sollen dadurch benutzerfreundlicher und zugleich straffer werden, ohne jedoch den Verbraucher zusätzlich zu belasten.
Die Ergebnisse der Befragung werden in die Überarbeitung der Haushaltsordnung einfließen und entscheidend für die weitere Vorgehensweise bei EU-Finanzhilfen sein. Die Vorschriften werden bis spätestens 2013 erwartet, noch bevor die neuen EU-Programme beginnen und der jetzige Finanzrahmen ausläuft.
Zu den Konsultationen gelangen Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 19.10.2009

Verwaltungslasten in der EU werden abgebaut

Verbesserungen in der Prospektrichtlinie sollen mehr rechtliche Klarheit schaffen

Durch Änderung der Prospektrichtlinie will die Europäische Kommission den Anlegerschutz bei Wertpapieremissionen verbessern. Dadurch sollen Verwaltungslasten innerhalb der Europäischen Union abgebaut und mehr rechtliche Klarheit geschaffen werden. Auch für Kleinanleger werden dabei zukünftig ausreichende Informationen bereitgestellt, die eine effektivere Analyse der Risiken von Wertpapieren erleichtern. Die Richtlinie enthält unter anderem Regelungen über die Aufhebung von Angaben, die sich mit der Transparenzlinie überschneiden und Verbesserungen von Format und Inhalt der Prospektzusammenfassungen.
Nach Einschätzung der Kommission befreie die Änderung Unternehmen von unnötigem Verwaltungsaufwand. Auch Erfahrungen aus der Finanzkrise würden dabei miteinbezogen, sodass Anlegern alle nötigen Informationen zur Verfügung stünden.
Nähere Informationen finden Sie hier
Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 24.09.2009

Europäische Kommission Vorreiter im Kampf gegen Klimawandel

Umweltmanagement soll auf Behörden in Brüssel und Luxemburg ausgeweitet werden

Als Vorreiter bei der Bekämpfung des Klimawandels hat die Europäische Kommission nun beschlossen, ihr Umweltmanagementsystem auf ihre Tätigkeiten und Gebäude in Brüssel und Luxemburg zu erweitern. Bei Verwendung dieses Systems stützt sich die Kommission auf die EMAS-Verordnung (System für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung), die sich bereits in der Pilotphase 2002 als am besten geeignet erwies. Durch die Erweiterung soll es zu Verbesserungen bei der Erhöhung der Energieeffizienz und der besseren Nutzung natürlicher Ressourcen kommen. Auch die Verringerung der CO2-Emissionen soll Ziel des neuen Systems sein.
Die EMAS-Registrierung der Mitgliedstaaten soll 2012 für die Kommissionstätigkeiten und 2014 für alle Gebäude erfolgen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 23.09.2009

Banken nicht verbraucherfreundlich genug

EU-Kommission kritisiert mangelnde Informationen für Privatkunden

Die Europäische Kommission kritisiert die Informationspolitik der Banken in der EU. Ein jetzt vorgelegter Bericht zeigt große Probleme bei der Beratung von Privatkunden. Schwer verständliche Informationen und undurchsichtige Gebühren fielen dabei besonders negativ auf. Bei 66 Prozent der Kreditinstitute war die Gebührenlage derart unklar, dass die Experten, die den Bericht verfassten, nochmals bei den Banken nachfragen mussten, um die genauen Gebühren zu klären. Oft gaben die Banken aber selbst dann nur mündliche und keine schriftlichen Informationen heraus. Jeder dritte befragte Verbraucher ist nicht in der Lage, die Gebühren von Banken untereinander zu vergleichen.
Die auch ansonsten unzureichenden Informationen für Verbraucher führen außerdem nach Ansicht der Experten dazu, dass 50 bis 80 Prozent der langfristigen Geldanlagen von Verbrauchern frühzeitig gekündigt werden. Dies hat einen Verlust von 20 bis 30 Milliarden Euro pro Jahr zur Folge.

Bei dem Bericht zu den Finanzdienstleistungen für Privatkunden handelt es sich um ein Follow-Up zum Verbraucherbarometer 2008. In einer unabhängigen Studie wurden Kontogebühren von 224 Banken analysiert. Dies entspricht 81 Prozent des EU-Marktes.

Weitere Informationen gibt es (in englischer Sprache) hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 22.9.2009

Bessere Nutzung von Schlüsseltechnologien in der EU

Sachverständigengruppe soll Maßnahmen für Planung übernehmen
Die Europäische Kommission versucht ein Konzept für den industriellen Einsatz von Schlüsseltechnologien zu entwickeln. Dazu gehören unter anderem die Bereiche Nanotechnologie und Mikro- und Nanoelektronik, die für ein nachhaltiges Wachstum und neue Arbeitsplätze in der EU sorgen sollen.
Die Kommission gibt an, dass sich durch die Nutzung dieser Technologien die Wettbewerbsfähigkeit in der EU sichern ließe und somit die gesellschaftlichen Herausforderungen dieses Jahrhunderts bewältigt würden.
Erwartet wird vor allem ein Modernisierungsschub in Europa durch die Entstehung neuer Waren und Dienstleistungen, wie der Produktion emissionsarmer Fahrzeuge und neuartiger medizinischer Behandlungsmethoden.
Noch sieht die EU bei der Verwirklichung dieser Ideen Schwierigkeiten, da frühere Ergebnisse weder effizient genutzt werden konnten noch genügend hoch qualifizierte Wissenschaftler zur Anwendung der neuen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Aus diesem Grund soll eine von der Kommission eingesetzte hochrangige Sachverständigengruppe auf diesem Gebiet eine längerfristige Strategie entwickeln und konkrete Maßnahmen für die Entwicklung der Technologien erarbeiten. Ein Bericht über die Fortschritte zu diesem Thema wird von der EU-Kommission Ende 2010 erwartet.

Genauere Informationen sind hier nachzulesen:

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 30.09.2009

Einheitliche Mautsysteme für Europa

Durch Beschluss der EU-Kommission soll es zu weniger Problemen für Vielfahrer kommen

Ein Vertrag mit einem einzigen Dienstleister und einem Bordgerät wird in Zukunft für eine Vereinfachung bei der Entrichtung der Mautgebühren sorgen. Die Nutzung des europäischen elektronischen Mautdienstes (EETS) soll sowohl den Verkehrsfluss beschleunigen als auch Staus durch weniger Barzahlungen an Mautstationen vermeiden. Gerade für den internationalen Güterkraftverkehr wird sich diese Änderung positiv auswirken, da die nationalen Mautsysteme in der Regel untereinander noch nicht kompatibel sind. Zukünftig wird es für Nutzer jedoch möglich sein, sich bei einem Dienstleister ihrer Wahl anzumelden, der dann die entstandenen Mautgebühren in Rechnung stellt. Nationale und lokale Gebühren dürfen durch das neue EETS- Dienstsystem nicht überschritten werden, damit es zu keiner Kostensteigerung für Vielfahrer kommt.
Der EETS- Dienst wird in den nächsten 3 Jahren für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen und solche, die mehr als 9 Personen befördern, zur Verfügung gestellt. Für alle anderen Straßenfahrzeuge wird das neue System innerhalb der nächsten 5 Jahre eingeführt.
Weitere Informationen finden sich hier.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 6.10.2009

Verbesserte Satellitennavigation in Europa

Ergänzender Navigationsdienst EGNOS soll 2010 erscheinen

Die EU-Kommission hat den Betrieb des geostationären Navigations- ergänzungdienstes EGNOS, der von der Gesellschaft European Satellite Service Provider (ESSP SaS) zur Verfügung gestellt wird, aufgenommen. Durch ihn soll nicht nur die Genauigkeit der Satellitennavigation in Europa verbessert, sondern auch Unterstützung bei der automatischen Mauterhebung geliefert werden. Auch persönliche Dienste wie Blindenführungssysteme werden damit präziser und stehen Bürgern unentgeltlich zur Verfügung.
Laut der Kommission werde europäischen Unternehmern und Bürgern mit diesem Ergänzungssystem Zugang zu einer Vielzahl neuer Möglichkeiten gegeben und könne somit als Grundstein für die Zukunft gesehen werden.
Ein weiterer Vorteil von EGNOS ist die Unterstützung des sicherheitskritischen Dienstes in der Luftfahrt bis 2010. Dadurch soll eine Fehlfunktion eines Systems bis zu 6 Sekunden vorher angezeigt werden und somit rechtzeitig einen wichtigen Warnhinweis geben. Der kommerzielle Dienst wird ebenfalls 2010 eingerichtet.
Informationen im Einzelnen finden Sie hier.

Weitere Informationen über EGNOS 

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind. Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns: E-Mail mk@zenit.de

Kooperationsgesuche September 2009 (PDF-Datei)

Wenn Sie nähere Informationen benötigen, wenden Sie sich an:
Marie-Theres Kraienhorst
Email: mk(at)zenit.de

Veranstaltungshinweise

17. November 2009
"Unterstützung für Unternehmen in Schwierigkeiten: Strategien - Liquidität in der Krise - Finanzierung und Forderungsmanagement"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

10. Dezember 2009
"Interkulturelles Management in Europa und in der Welt"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen folgen in Kürze

15. Dezember 2009
"Open Innovation! Möglichkeiten zur Stärkung des Innovationspotenzials für den Mittelstand in Nordrhein-Westfalen"
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen folgen in Kürze

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