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Newsletter Juni 2009

Mehr Hilfe in der Krise für junge KMU

EU-Kommission genehmigt Änderung der Beihilferegelung

Die EU-Kommission gewährt Hilfe für Unternehmen, die durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten sind. Sie hat der Änderung einer am 30. Dezember 2008 genehmigten deutschen Regelung über Kleinbeihilfen von bis zu 500.000 Euro je Unternehmen zugestimmt. Bis ins Jahr 2010 soll diese Änderung flexiblere Risikokapitalinvestitionen ermöglichen, jedoch nur für Unternehmen, die vor dem 1. Juli 2008 noch nicht in Schwierigkeiten waren. Die Änderung erfolgt damit im Einklang mit dem Vorübergehenden Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen zur Erleichterung des Zugangs zu Finanzierungsmitteln.
Die nun geänderte "Bundesregelung Kleinbeihilfen" war eine der ersten Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise. Die Änderung soll vor allem kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in frühen Phasen ihrer Entwicklung den Zugang zu Risikokapital erleichtern. Mit der Genehmigung ist es Deutschland nun möglich, Risikokapitalspritzen in Form von Zuschüssen bis zu 500.000 Euro zur Verfügung zu stellen. Privatinvestitionen hingegen sind von der Regelung ausgenommen. Die Änderungsentscheidung wird im Beihilferegister unter der Nummer N 299/2009 veröffentlicht. Nähere Informationen gibt es unter http://ec.europa.eu/competition/state_aid/register/ und http://ec.europa.eu/competition/state_aid/newsletter/index.html.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 5.6.2009

Lernen aus der Krise

EU-Kommission startet Konsultation für stabilen Kreditmarkt

Um einen stabilen Kreditmarkt zu schaffen, hat die EU-Kommission jetzt dazu aufgerufen, bis August 2009 Vorschläge einzureichen, wie auf der Basis von mehr Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten die Kleinkreditvergabe verbessert werden kann. Auf der einen Seite ist es dabei wichtig, dass nur noch Produkte verkauft werden, die den Bedürfnissen des Verbrauchers, aber auch seinen Rückzahlungsmöglichkeiten entsprechen. Andererseits müssen auch die Verbraucher mithelfen, indem sie zweckdienliche, lückenlose und präzise Angaben zu ihrer finanziellen Situation machen.
Mit der Konsultation möchte die EU-Kommission aus den Fehlern vor der Finanzkrise lernen und diese zukünftig verhindern.
Ein Expertenbericht zur Kredithistorie zeigt Lösungsvorschläge bei der Kreditvergabe auf. Besonders der Zugang und Austausch von Kreditangaben ist wichtig. Verbraucher können schneller einen Kredit erhalten, wenn der Gläubiger über die Kreditdaten informiert ist. Unterschiedliche nationale Informationssysteme machen momentan grenzüberschreitende Darlehensaktivitäten schwierig. Doch die Experten sind gegen ein EU-weit einheitliches Kreditregister.
Weitere Informationen zur Konsultation finden sich hier: http://ec.europa.eu/internal_market/finservices-retail/credit/responsible_lending_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 15.6.2009

European Enterprise Award 2009/10

EU-Wettbewerb zur Förderung von Entrepreneurship

Die Europäische Kommission zeichnet 2009/10 zum vierten Mal herausragende Leistungen von öffentlichen Institutionen (Behörden) und öffentlich-privaten Partnerschaften mit dem in fünf Kategorien vergebenen European Enterprise Award aus. Prämiert werden innovative und erfolgreiche Maßnahmen, die Entrepreneurship auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene fördern.
Die Preisträger sollen europaweit als Vorbilder dienen und dazu anregen, günstige Bedingungen für unternehmerische Tätigkeit zu schaffen. Ausgelobt wird dieser Preis in den 27 Mitgliedstaaten der EU sowie in Island, Norwegen und der Türkei.

Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn betreut den Wettbewerb als deutscher Kontaktpunkt. Teilnahmeschluss für die Bewerbung zur deutschen Vorausscheidung ist der 15. September 2009.

Nähere Informationen zu den Teilnahmebedingungen sowie das offizielle Anmeldeformular mit detaillierten Angaben zu den erforderlichen Antragsunterlagen und den Auswahlkriterien stellt das IfM Bonn auf seiner speziellen Themen-Website zum European Enterprise Award bereit: http://www.ifm-bonn.org/index.php?id=775

Erstmalig können sich auch Projektträger an dem Wettbewerb beteiligen, die mit innovativen Maßnahmen die Internationalisierung von Unternehmen unterstützen. Auch die übrigen Wettbewerbskategorien wurden in Teilbereichen modifiziert und an die Prioritäten des Small Business Act angepasst.
Zur Verbreitung von ausgewählten deutschen Good-Practice-Beispielen im Bereich "Entrepreneurship-Förderung" hat das IfM Bonn Dokumentationen der drei bisherigen Wettbewerbsrunden 2006, 2007 und 2008/09 des European Enterprise Award erstellt: http://www.ifm-bonn.org/index.php?id=529

Nach den sehr erfolgreichen europäischen Wettbewerbsteilnahmen deutscher Projektträger in den Vorjahren (zwei erste und zwei zweite Plätze), lädt das IfM Bonn auch in diesem Jahr alle interessierten Projektträger herzlich ein, sich an dem Wettbewerb zu beteiligen.

Innovationen im Verkehrssektor

In Zukunft muss der Verkehr vielen Herausforderungen gewachsen sein

Integrierte, technologiebasierte und nutzerfreundliche Verkehrssysteme: so sieht die Zukunft der Verkehrspolitik aus. Akteure aus dem Transportsektor sind zu diesem Ergebnis bei der Erstellung von Perspektiven für die Mobilität 2020 gekommen. Die Europäische Kommission hat außerdem eine Mitteilung zur Zukunft des Verkehrs angenommen. Nach weiteren Diskussionen soll 2010 ein Verkehrsweißbuch folgen.
Herausforderungen, denen sich der Verkehr in Zukunft stellen muss, sind ökologische Nachhaltigkeit, Alterung, Zuwanderung, Verknappung fossiler Brennstoffe, Verstädterung und Globalisierung. Der Verkehrssektor muss sich dabei nicht nur innerhalb der EU entwickeln, sondern auch nach außen, um die Integration mit den Nachbarstaaten und die Wahrung der ökonomischen und ökologischen Interessen Europas zu gewährleisten. Der Verkehrssektor ist von großer Bedeutung für die europäische Wirtschaft und das Wachstum des Binnenmarktes. Zukunftsfähigkeit und Mobilität gilt es auch weiterhin zu beweisen.
Bis zum 30. September 2009 ruft die Europäische Kommission zu Stellungnahmen mit Ansichten zur Zukunft des Verkehrs sowie möglichen politischen Optionen auf, die an folgende Adresse gesendet werden können: tren-future-of-transport@ec.europa.eu.
Nähere Details bietet auch die Webseite http://europa.eu/pol/trans/index_de.htm.


Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 17.6.2009

Bessere Kontrollen bei Lebensmittelverpackungen

Neue Verordnung sieht gemeinsame Kriterien für Verpackungsmaterialien vor

Die Europäische Kommission hat eine neue Verordnung zu aktiven und intelligenten Verpackungen angenommen. Damit soll die Lebensmittelsicherheit erhöht werden. Die Verordnung legt gemeinsame Kriterien für die Verwendungen von Lebensmittelverpackungen fest. Bestandteile von Materialien in diesen Verpackungen, die mit den Lebensmitteln in Berührung kommen, sollen über ein Genehmigungssystem überprüft werden. Die Überprüfung der Stoffe soll die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit vornehmen.
Lebensmittelkontaktmaterialien sind heute mit verschiedensten Eigenschaften ausgestattet. Durch sie soll die Haltbarkeit eines Produktes verlängert oder der Zustand des Produktes erhalten oder verbessert werden. Dazu sind die Verpackungen in der Lage, Stoffe an das Lebensmittel abzugeben oder sie dem Lebensmittel zu entziehen. Die Verordnung sieht nun spezifische Kennzeichnungsregeln vor. Damit die Unbedenklichkeit der verwendeten Materialien gewährleistet ist, werden Unternehmer dazu verpflichtet, eine Erklärung über die Erfüllung der Anforderungen zu unterzeichnen. So soll auch ein angemessener Informationsfluss gefördert werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 29.5.2009

Neue Berichte über Autopreise

EU-Kommission veröffentlicht Preisvergleich von über 100 Autos
Von Seiten der EU-Kommission gibt es einen neuen Bericht zu den Autopreisen in Europa. Der Bericht soll Käufer in ganz Europa unterstützen, indem er einen schnellen Überblick über die am 1. Januar 2009 gültigen Preise für über 100 verschiedene Autos von 25 verschiedenen Herstellern liefert. Der Bericht macht zudem deutlich: im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise für Autos um 3,1 Prozent gesunken. Doch die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß, da die Nachfrage besonders jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat sehr unterschiedlich ausfällt.

Schon seit 1992 veröffentlicht die EU-Kommission ihren sechsmonatigen Preisvergleich für Autos. Seit Mai 2007 wird pro Jahr ein Bericht vorgelegt. Der aktuelle Preisvergleich kann unter http://ec.europa.eu/competition/sectors/motor_vehicles/prices/report.html abgerufen werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 9.6.2009

Roaming-Preise für Sommerurlaub wieder gesenkt

EU-Kommission reguliert erneut die Preise fürs Telefonieren im EU-Ausland
Und wieder senkt die EU-Kommission die Gebühren, die Mobilfunkbetreibern ihren Kunden für Gespräche im Ausland berechnen können: Um bis zu 60 Prozent niedrigere Roaming-Preise verspricht die neue Vorschrift, der jetzt auch im EU-Parlament zugestimmt wurde. Ab dem 1. Juli, und somit rechtzeitig vor dem Sommerurlaub, sollen SMS im EU-Ausland nicht mehr als 11 Eurocent (ohne MwSt.) kosten dürfen, bisher lag der Durchschnittspreis bei 0,28 Euro. Bei Roaming-Anrufen muss ab der 30. Sekunde sekundengenau abgerechnet werden. Diese Preisänderungen sollen Handyrechnungen um durchschnittlich 24 Prozent niedriger ausfallen lassen als zuvor.
Auch beim Daten-Roaming, dem Surfen im Web mit dem Handy im Ausland, wurde eine Preisgrenze auferlegt. Das Vorleistungsentgelt, bisher noch bei 1,68 Euro pro Megabyte angesetzt, sinkt damit auf 1 Euro pro Megabyte. Im Jahr 2010 soll der Preis auf 0,80 Euro und 2011 auf 0,50 Euro fallen.
Erhöht wird im gleichen Zug der Schutz vor unerwartet hohen Rechnungen. Verbraucher können ihren Dienst unterbrechen lassen, sobald der Rechnungsbetrag 50 Euro erreicht. Zur Umsetzung dieser Option bleibt den Anbietern bis März 2010 Zeit.
Zu guter Letzt sinken natürlich auch die Preise für einfache Roaming-Anrufe. Die derzeitigen Höchstpreise von 0,46 Euro für im Ausland getätigte Anrufe und 0,22 Euro für angenommene Anrufe werden ab dem 1. Juli auf maximal 0,43 Euro und 0,19 Euro begrenzt. Weitere Preissenkungen sind dann für die folgenden zwei Jahre vorgesehen, bis der Preis 2011 bei 0,35 Euro beziehungsweise 0,11 Euro (pro Minute, jeweils ohne MwSt.) liegen soll.
Weitere Informationen liefert die englischsprachige Webseite http://ec.europa.eu/information_society/activities/roaming/index_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 8.6.2009

Ins Internet statt zur Verwaltung

Pilotprojekt der EU-Kommission soll Verwaltungsangelegenheiten online regelbar machen
Die EU-Kommission wird sich finanziell an einem Projekt zur Verbesserung von Onlinediensten beteiligen, das von Deutschland und einigen weiteren Mitgliedstaaten angestoßen wurde. Dabei geht es vor allem darum, Verwaltungshürden abzubauen. Bis Ende 2009 sollen zentrale Anlaufstellen in den EU-Mitgliedstaaten eingerichtet sein, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Verwaltungsangelegenheiten elektronisch zu regeln. Noch hindert der Verwaltungsaufwand vor allem Dienstleister daran, ihr Geschäft auch in anderen Mitgliedstaaten zu eröffnen. Ein Dienstleister aus Belgien soll nach Wunsch der Kommission bald in der Lage sein, für sein Geschäft in den Niederlanden alle Formalien online zu regeln.
Im Dienstleistungssektor entstanden in den letzten Jahren 95 Prozent aller neuen Jobs und er macht 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Das Pilotprojekt von EU-Kommission, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Österreich und Polen setzt nun auf technische Verbesserungen bei den Onlinediensten öffentlicher Verwaltungen. Für die gemeinsame Nutzung der Dienste sollen Anforderungen und Sicherheitsstandards ausgearbeitet werden, die für Benutzerfreundlichkeit sorgen.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf den englischsprachigen Webseiten http://ec.europa.eu/information_society/activities/egovernment/index_en.htm und http://ec.europa.eu/information_society/activities/ict_psp/index_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 19.6.2009 

Neues Presseportal zu EU-Themen online

Auf presseurope.eu gibt es Artikel in zehn verschiedenen Sprachen

Mit „presseurope.eu“ ist die erste mehrsprachige Webseite zu aktuellen Themen der Europäischen Union online gegangen. Auf der Seite erscheinen ausgewählte Artikel zu europäischen Themen in den zehn Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Spanisch und Tschechisch. Außerdem ist geplant, das Angebot auf alle 23 EU-Amtssprachen zu erweitern. Presseurope.eu ist ein gemeinsames Projekt der EU-Kommission und eines von Courrier International koordinierten Konsortiums, an dem Internazionale aus Italien, Forum Polityka aus Polen und Courrier Internacional aus Portugal beteiligt sind und das von Cafebabel unterstützt wird. Trotzdem betont die Kommission die uneingeschränkte redaktionelle Unabhängigkeit des Portals. Die verschiedenen Artikel auf presseurope.eu werden durch Analysen, Kommentare und Illustrationen ergänzt. Außerdem gibt es neben anderen Diensten auch Newsletter, Pressespiegel etc.
Die verschiedenen Angebote können unter http://www.presseurop.eu/de abgerufen werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 26.5.2009

Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind. Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns: E-Mail mk@zenit.de

Kooperationsgesuche Mai 2009 (PDF-Datei)

Veranstaltungshinweise

17. Juli 2009
Erfolgreich forschen in Europa - IKT
Veranstaltungsort: Fraunhofer IML, Institut für Materialfluss und Logistik, Joseph-von-Fraunhofer-Str. 2-4, 44227 Dortmund
Weitere Informationen...

12. August 2009
Fördersprechtag "Förderungen und Finanzierung von Innovationen
Veranstaltungsort: ZENIT GmbH, Mülheim an der Ruhr
Weitere Informationen...

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