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Ausfuhrverbot für Quecksilber

EU will Quecksilberverwendung weltweit reduzieren

Mit einer Rechtsvorschrift hat der Europäische Rat die Quecksilberausfuhr aus Europa verboten. Das Ausfuhrverbot ist ein wichtiger Beitrag zur EU-Strategie, die Quecksilberverwendung auf der ganzen Welt zu reduzieren und damit die Emissionen des hochtoxischen Schwermetalls in die Umwelt zu verringern. Das Ausfuhrverbot tritt im März 2011 in Kraft. Ab dann muss Quecksilber, das in der Chloralkaliindustrie nicht mehr verwendet wird oder bei anderen industriellen Verfahren gewonnen wird, sicher gelagert werden.
Quecksilber und Quecksilberverbindungen sind hochgiftig für Menschen, Tiere und das Ökosystem. Hohe Dosen können für Menschen tödlich sein, aber auch schon in geringeren Mengen kann Quecksilber das Nervensystem nachhaltig schädigen. In der EU ist die Verwendung von Quecksilber rückläufig. Noch kommt es in der Chloralkaliindustrie am häufigsten vor, wo die Verwendung aber nach und nach eingestellt wird. Obwohl die EU 2001 den Quecksilberabbau stoppte, ist sie nach wie vor der weltweit größte Exporteur des Stoffes. Durch die neue Rechtsvorschrift werden nun mehrere tausend Tonnen Quecksilber aus dem Verkehr gezogen und sicher gelagert.Mehr Infos finden sich unter ec.europa.eu/environment/chemicals/mercury/.

Quelle: RAPID-Press Releases Europa, 25.09.2008

Neuerungen im öffentlichen Auftragswesen

Seit dem 15. September 2008 gibt es neue Codes für Produkte und Dienstleistungen

Für das öffentliche Auftragswesen ist in der Europäischen Union das gemeinsame Vokabular für öffentliche Aufträge vorgeschrieben. Dieses Vokabular, kurz CPV (englisch für Common Procurement Vocabulary), wurde mit der Verordnung (EG) Nr. 213/2008 jetzt aktualisiert. Die Verordnung gilt ab dem 15. September 2008. Ab diesem Tag wurden alle öffentlichen Aufträge mit der neuen CPV Klassifizierung ausgeschrieben. Das gemeinsame Vokabular ist eine Liste von verschiedenen Dienstleistungen oder Produkten. Für jede Leistung steht ein eindeutig identifizierbarer CPV-Code. Die neuen CPV-Codes sind in der Verordnung zu finden: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2008:074:0001:0375:DE:PDF

Technologieinstitut für Europa (EIT)

EIT soll Forschung und Entwicklung in der EU vorantreiben

Mehr Forschung und Entwicklung, das ist es, was Europa braucht, um besonders den Abstand zu den USA in diesem Bereich zu verringern. Doch vor allem Unternehmen sind in der EU noch zurückhaltend, wenn sie in Forschung investieren sollen. Um das zu ändern, hat jetzt das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) seine Arbeit aufgenommen. Es soll die begabtesten Studierenden, Forscher und wissenschaftlichen Mitarbeiter der Welt nach Europa locken. Offiziell wurde die Arbeit mit einer ersten Sitzung des EIT-Verwaltungsrates am Standort des Instituts in Budapest aufgenommen.
Das EIT ist ein wichtiger Entwicklungsschritt für Europa. Immerhin ist im EG-Vertrag als fünfte Grundfreiheit der freie Verkehr von Wissen verankert. Für die Forschung und Entwicklung in Europa soll das EIT nun besonders die Finanzierungslücke auf Unternehmensseite schließen. Das Ziel der Mitgliedstaaten lautet, die FuE-Ausgaben auf 3 Prozent des BIP in der EU zu erhöhen. Vom EIT werden Spitzenleistungen im Technologiebereich erwartet. So sollen Lösungen gefunden werden, wie mit den neuen Herausforderungen des Klimawandels umgegangen werden kann oder wie die nächste Generation der Kommunikations- und Informationstechnologie aussehen soll. Dazu ist der Verwaltungsrat des EIT komplett unabhängig konzipiert worden. Mit seinen 18 Mitgliedern aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen ist er der Dreh- und Angelpunkt des EIT. Weitere Informationen gibt es unter http://ec.europa.eu/eit/.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 15.09.2008

Mehr Unternehmen in EU-Forschung

EU-Kommission will innovative Firmen zu mehr IKT-Forschung bewegen

Innovative Unternehmen sollen es in der EU so leicht wie möglich haben, an EU-Forschungsvorhaben teilzunehmen. Denn je mehr Unternehmen sich beteiligen, umso mehr verbessert sich die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Mit einer Initiative will die EU jetzt dafür sorgen, dass die von ihr unterstützte IKT-Forschung zu konkreten Geschäftsmöglichkeiten führt. Die Initiative geht auf einen Bericht über die Forschung zu Informations- und Kommunikationstechnologien in der EU zurück. Um weitere Vorschläge aufnehmen zu können, hat die Kommission zudem eine öffentliche Anhörung gestartet.
Im Rahmen des IKT-Forschungsprogramms wird die Kommission von 2007 bis 2013 die Spitzenforschung mit insgesamt neun Milliarden Euro finanzieren. Der Bericht, erarbeitet von einer Expertengruppe unter der Leitung des ehemaligen finnischen Premierministers Esko Aho, schlägt ferner vor, den Verwaltungsaufwand zu reduzieren, um besonders KMU zu motivieren, sich an europäischen Forschungsvorhaben zu beteiligen. Die Forschungsergebnisse sollen darüber hinaus auch verstärkt kommerziell genutzt werden. Nähere Informationen gibt es unter http://ec.europa.eu/dgs/information_society/evaluation/rtd/fp6_ist_expost/index_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 04.09.2008

Neues Handelsabkommen für Informationstechnologie

EU-Kommission hat WTO Vorschlag für Aktualisierung gemacht

Die Europäische Kommission hat der Welthandelsorganisation (WTO) einen Vorschlag zur Aktualisierung und Änderung des Übereinkommens über die Informationstechnologien (ITA) unterbreitet. Der Abschluss dieses Übereinkommens fand bereits im Jahr 1996 statt und die EU sieht großen Bedarf, das Übereinkommen an die neue technische Entwicklung anzupassen. Das Übereinkommen besteht zwischen den großen internationalen Handelspartnern und senkt die Kosten für IT-Produkte. Die EU-Kommission hofft, dass sich bald auch andere Handelspartner dem Aktualisierungsvorschlag anschließen. Dieser sieht vor allem vor, die Zölle für Produkte zu beseitigen, die nach 1996 auf den Markt gekommen sind. Außerdem sollen nicht-tarifäre Handelshemmnisse abgebaut werden. Des Weiteren wird Problembeseitigung nötig sein. Denn einige Mechanismen und Verfahren des ITA funktionieren nicht einwandfrei.
Die EU-Kommission möchte die Aktualisierung gerne so schnell wie möglich in Angriff nehmen. Jedoch sind sich die Zuständigen auch bewusst, dass eine Änderung nur im Konsens aller Teilnehmerländer in der WTO möglich ist. Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/trade/issues/newround/pr150908_en.htm und http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/562&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 15.09.2008

 

Wirtschaftswachstum geht zurück

Neue Zwischenprognose senkt erneut Erwartungen

Das Wirtschaftswachstum in der EU stagniert. Das noch im April erwartete Wachstum wurde in einer aktuellen Zwischenprognose auf 1,4 Prozent für die EU und auf 1,3 Prozent für den Euroraum nach unten korrigiert. Als größte Abwärtsrisiken hierfür mitverantwortlich sind die Finanzmarktkrise, die gestiegenen Rohstoffpreise und die Turbulenzen auf den Immobilienmärkten.
Doch nicht nur in der EU, sondern auf der ganzen Welt bekommen Unternehmen die schwierige Wirtschaftslage zu spüren. In mehreren fortgeschrittenen Volkswirtschaften hat die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2008 deutlich nachgelassen. Um 0,1 Prozent in der EU und sogar um 0,2 Prozent im Euroraum verschlechterte sich das BIP. Und auch für das Wirtschaftswachstum 2008 wird ein Rückgang erwartet. Für die aktualisierten Prognosen dienten die neuen Daten aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Diese Länder erwirtschaften zusammen 80 Prozent des EU-BIP.
Gleichzeitig mit den Wachstumsprognosen sinkt auch das Vertrauen der Verbraucher in ihre Märkte. Verschiedenste Faktoren deuten bereits auf eine Verlangsamung der Wachstumsimpulse hin, womit auch die Zuversicht von Unternehmen und Verbrauchern sinkt. Die Verbraucher bekommen dabei vor allem die Inflation zu spüren. Im August lag die Gesamtinflationsrate bei 3,8 Prozent, während sich der Anteil der Lebensmittel und Energiepreise in dieser Berechnung deutlich erhöhte. Allerdings erwarten Experten immerhin, dass die Inflation nun wieder zurückgeht. Zum Weiterlesen: http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/publication13131_en.pdf und http://ec.europa.eu/economy_finance/thematic_articles/article13121_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 10.09.2008

Kampf gegen Wirtschaftskriminalität

Neue Vereinbarung soll Maßnahmen gegen Betrug und Korruption deutlich verbessern

Der Kampf gegen Wirtschaftskriminalität soll verstärkt werden. Dazu haben das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) und die EU-Einrichung Eurojust, die für justizielle Zusammenarbeit zuständig ist, eine Vereinbarung unterzeichnet, die ihre zukünftige Zusammenarbeit und die Absprache bei der Bekämpfung von Wirtschaftsbetrug deutlich verbessern soll. In Brüssel unterzeichneten offiziell Eurojust-Präsident José Luis Lopes da Mota und OLAF-Generaldirektor Franz-Hermann Brüner die Vereinbarung.
Die Vereinbarung enthält Details zur zukünftigen Bekämpfung sämtlicher widerrechtlicher Handlungen, die zu Lasten der finanziellen Interessen der Gemeinschaft gehen. Maßnahmen zur Bekämpfung von Korruptions- und Betrugsdelikten sollen durch die Zusammenarbeit effektiver werden. Die Vereinbarung regelt neben den Modalitäten für die engere Zusammenarbeit auch den Austausch allgemeiner und personenbezogener Daten. Weitere Informationen gibt es unter den Internetadressen http://ec.europa.eu/dgs/olaf/ und http://www.eurojust.europa.eu/.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 24.09.2008

Verkehrssektor wächst, CO²-Ausstoß auch

EU-Kommission begrüßt Wachstum im Verkehrssektor und stellt zugleich Umweltpläne auf

Für den Güter- und Personenverkehr geht es weiter aufwärts. Anlässlich der InnoTrans 2008 in Berlin sprach EU-Kommssionsvizepräsident Antonio Tajani von stabilen Zuwachsraten in Höhe von 35 Prozent im Verkehrssektor. Doch dieser Zuwachs hat auch Schattenseiten. Tajani räumte nämlich gleich ein, dass durch die wachsenden Mobilitätsansprüche und die Globalisierung auch der CO2-Ausstoß um 18 Prozent steigt. Wachstum im Verkehrssektor bedeute immer auch vermehrte Luftverschmutzung und höhere Sicherheitsrisiken. Außerdem ist der Verkehrssektor von der Ölkrise besonders betroffen, da 97 Prozent der im Verkehr benötigten Energie durch Öl erzeugt wird.
Für verstärkten Klimaschutz im Verkehr setzt sich die EU-Kommission jetzt mit einem Vorschlag zur Ökologisierung des Verkehrssektors ein. Die Umweltschutzpläne der Kommission für den Verkehr umfassen zum Beispiel eine langfristige Internalisierung der externen Kosten, eine geringere Lärmbelastung im Schienenverkehr und ein intelligentes ökologisches Mautgebührensystem für schwere Nutzfahrzeuge. Weitere Initiativen, die folgen sollen: Förderung intelligenter Verkehrs- und Dienstleistungssysteme sowie die Senkung der Emissionen im Luftverkehr. Nähere Informationen gibt es unter http://ec.europa.eu/transport/index_de.html.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 23.09.2008

Veranstaltungshinweise

16.10.2008
Informations- und Kommunikationstechnologie im 7. Forschungsrahmenprogramm
Veranstaltungsort: Fachhochschule Düsseldorf
http://www.zenit.de/d/service/veranstaltungen/16okt08.php

11.11.2008
Intensivtraining: Wie manage ich erfolgreich ein ZIM-Netzwerk?
Wir machen Sie fit: von der Antragstellung bis zur Abrechnung!
http://www.zenit.de/d/service/veranstaltungen/11nov08.php

Internationale Kooperationsgesuche von Unternehmen

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind. Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns: E-Mail mk(at)BITTE-LÖSCHENzenit.de

Zahnräder
Schwedisches Unternehmen fertigt Zahnräder, Zahnstangen, Kettenräder, Zahnriemenräder je nach Kundenspezifikation in kleinen und großen Serien an. Es sucht Kunden, Produktionspartner sowie Schmieden für die Anfertigung von Ringen und ähnlichen Teilen.
Holzbearbeitungsmaschinen
Tschechisches Unternehmen (250 Mitarbeiter) mit eigenen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten stellt Holzbearbeitungsmaschinen und Spannfutter her. Das Unternehmen sucht deutsche Importeure und Vertriebspartner.
Messgeräte
Österreichisches Unternehmen produziert hochpräzise Druck- und Temperaturmessgeräte für die Industrie wie z.B. Wärme-, Sanitär- und Klimatechnik und sucht Vertriebspartner.
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