Newsletter Januar 2008

NRW.Europa: Zentrale EU-Beratungsstelle in NRW

Unterstützung und Vernetzung von Europaaktivitäten für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Ab sofort bieten die ZENIT GmbH und die NRW.BANK als Konsortium unter dem Namen NRW.Europa Unternehmen, wirtschafts- und forschungsnahen Einrichtungen sowie Hochschulen aus NRW Unterstützung im grenzüberschreitenden Europageschäft an. Die Dienstleistungen reichen von der Bereitstellung von Informationen und Beratungen, über Hilfestellungen bei der Nutzung von EU-Förderprogrammen bis hin zum Technologietransfer.
NRW.Europa setzt die erfolgreiche Arbeit des Euro Info Centre (EIC) und des Innovation Relay Centres (IRC) fort und integriert die beiden Ansätze zu einem umfassenden Angebot. Das Beratungscenter Ausland der NRW.BANK bringt sein Know-how insbesondere über EU-Strukturfonds und EU-Aktionsprogramme ein, die zur Finanzierung von außenwirtschaftlichen Aktivitäten von Unternehmen in EU-Mitgliedstaaten herangezogen werden können. Das Netzwerk wird am 7. Februar 2008 offiziell von EU-Kommissar Verheugen unter dem Namen Enterprise Europe Network eröffnet. Weitere Informationen: www.nrweuropa.de

Sie erreichen NRW.Europa unter:
NRW.Europa Hotline der ZENIT GmbH
Telefon: 0208/30004-39
NRW.Europa Hotline des Beratungscenter Ausland der NRW.BANK
Telefon: 0211/91741-4000

Kooperationsbörse come2graz am 13.-14.03.2008

Internationale Geschäftspartnersuche leicht gemacht

Für Firmen aus den Branchen Metallindustrie, Maschinenbau, Automobilzulieferer und Elektrotechnik wird im März 2008 in Graz eine internationale Kooperationsbörse durchgeführt. Die Kooperationsbörse unterstützt bei der Suche nach neuen Kunden, Zulieferern oder Kooperationspartnern und vermittelt aktuelle Informationen zu interessanten Märkten. Die b2fair Online-Plattform (www.b2fair.com) bietet die Möglichkeit, die eigene Firma zu präsentieren und gezielt interessante Teilnehmer für Kooperationsgespräche auszusuchen. Graz ist dabei aufgrund der eigenen Wirtschaftsstruktur ein interessanter Standort: Der Maschinen- und Anlagenbau gehört zu den Schlüsselindustriesektoren der Steiermark.
Come2Graz ist aber auch für alle Firmen, die an den mittel- und osteuropäischen Länder interessiert sind, eine interessante Veranstaltung: Die neuen EU Mitgliedsländer werden ebenfalls mit zahlreichen Teilnehmern vertreten sein. Interessenten finden weitere Informationen unter http://213.168.113.12/b2fairOnlineScripts/ b2fairOnline.CGI?Action=116&EventId=13&Language=049&SessId= oder melden sich bei Marie-Theres Kraienhorst, ZENIT GmbH, E-Mail mk(at)BITTE-LÖSCHENzenit.de, Tel. 0208/30004-21

Neue Abgasnormen für die EU

Die Euro-VI-Abgasnorm soll ab 2013 den Schadstoffausstoß begrenzen

Die EU-Kommission will die Euro-V-Abgasnormen durch die Euro-VI-Norm ersetzen und damit den Schadstoffausstoß deutlich verringern. Der Ausstoß von Stickoxiden soll um 80 Prozent sinken, der Ausstoß von Rußpartikeln um 66 Prozent. Die Norm betrifft Busse und LKW, das heißt schwere Nutzfahrzeuge, und stellt einen Fortschritt bei der weltweiten Einigung dar, da die Vorgaben ähnlich sind wie die, die in den USA umgesetzt werden. Die Europäische Kommission hatte vor dem Vorschlag zur neuen Norm Interessenvertreter befragt und Internetkonsultationen durchgeführt. Eine weitere Verbesserung, die die Norm mit sich bringt, ist eine Vereinfachung in der Gesetzgebung. Bei der bisherigen Norm handelt es sich nämlich um Richtlinien, die jeder Mitgliedstaat erst selbst noch durchsetzen muss. Die neue Norm besteht aus Verordnungen, die direkt angewendet werden können.
Neben den Schadstoffbegrenzungen enthält der Vorschlag auch Vorschriften über Off-Cycle-Emissionen, On-Board-Diagnosesysteme, den Zugang zu Wartungs- und Reparaturinformationen, die Haltbarkeit von emissionsmindernden Einrichtungen, die Übereinstimmung in Betrieb befindlicher Fahrzeuge und Motoren, die Kohlendioxidemissionen und die Messung des Kraftstoffverbrauchs. Stimmen das Europäische Parlament und der Ministerrat zu, kann der Vorschlag 2013 umgesetzt werden. Weitere Informationen finden sich in Englischer Sprache auf folgender Webseite http://ec.europa.eu/enterprise/automotive/pagesbackground/pollutant_emission/index.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 21.12.2007

Europäisches Jahr des interkulturellen Dialogs 2008

Offizielle Eröffnung am 8. Januar in Slowenien

Ziel des Europäischen Jahres 2008 ist die Förderung des interkulturellen Dialogs und darüber hinaus soll den Bürgern die Bedeutung einer aktiven und weltoffenen Unionsbürgerschaft nahe gebracht werden. Wie wichtig der interkulturelle Dialog ist, zeigt eine neue Eurobarometer-Umfrage. Durch sie wurde festgestellt, dass zwei Drittel der Europäer täglich mit einer Person anderen religiösen, ethnischen oder nationalen Hintergrunds zu tun haben und über 70 Prozent empfinden diesen Umgang als positiv. Um die zunehmend offene und komplexe Umgebung meistern zu können, muss man sich auf den Dialog einlassen. In Europa muss der Spagat zwischen gegenseitigem Respekt für verschiedene Kulturen und dem Auffinden gemeinsamer Werte geleistet werden.
Offiziell eröffnet wurde das Europäische Jahr am 8. Januar in Ljubljana von EU-Kommissionspräsident Barroso, dem slowenischen Ministerpräsidenten Janša und Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments. Einen Tag zuvor traf man sich zur Konferenz, die das Thema "Interkultureller Dialog als Grundwert der EU" hatte. Um die Botschaft des Europäischen Jahres 2008 zu verbreiten, werden 27 nationale Projekte und sieben Projekte für die gesamte EU mit Hilfe der EU-Bürger umgesetzt. Die festgelegten Ziele sollen auch über 2008 hinaus gefördert werden. Alle Informationen rund um das Europäische Jahr 2008 finden sich auf der Internetseite www.interculturaldialogue2008.eu/333.html?L=1.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 04.01.2008  

EU-Parlament nimmt Verordnung zu Drittland-GAAP an

In der EU sollen internationale Standards bei der Rechnungslegung gelten

Das Europäische Parlament hat mit der Annahme einer neuen Verordnung einen weiteren Schritt hin zu einem vereinfachten Binnenmarkt getan. Die Verordnung nennt sich Drittland-GAAP ("Generally Accepted Accounting Principles") und betrifft die internationale Rechnungslegung. Mit ihr soll im nächsten Jahr geregelt werden, welche internationalen Standards ("International Financial Reporting Standards" IFRS) in der Europäischen Union als gleichwertig anzusehen sind, beziehungsweise welche Drittland-GAAP in der EU akzeptiert werden. Die dann in der EU geltenden Rechnungslegungstandards für börsennotierte Unternehmen sollen dadurch international anerkannt werden.
Bis es soweit ist, wird nun zunächst daran gearbeitet, die bisherigen Abstimmungsauflagen, die als schwerfällig und kostenaufwendig gelten, zwischen der EU und ihren wichtigsten Handelspartnern zu vereinfachen. Wenn die Länder auf die IFRS hinarbeiten oder die Übernahme der IFRS beabsichtigen, dürfen sie laut der Verordnung ihre GAAP zum Übergang auch in der EU verwenden. Die US-amerikanische SEC ("Securities and Exchange Commission") hat bereits ausländische Emittenten, die die IFRS verwenden, von den dort geltenden Abstimmungsauflagen befreit. Die EU hat als erster großer Partner 2005 den IFRS für die börsennotierten Unternehmen verbindlich gemacht.
Auf der Internetseite der Generaldirektion Binnenmarkt finden sich weitere Informationen: http://ec.europa.eu/internal_market/accounting/index_de.htm

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 08.01.2008

Risikokapitalfonds ohne Grenzen

EU-Kommission setzt sich für grenzüberschreitende Mittelbeschaffung ein

Risikokapitalfonds sind wichtig für die Finanzierung innovativer kleiner Wachstumsunternehmen. In der EU gelten in den einzelnen Mitgliedstaaten jedoch viele nationale Vorschriften, durch die die grenzüberschreitende Mittelbeschaffung und Anlagetätigkeit stark erschwert oder gar unmöglich wird. Deshalb setzt sich die EU-Kommission jetzt für grenzüberschreitende Investitionen von Risikokapitalfonds ein. Um mit speziellen Maßnahme vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu fördern, setzt die Kommission auf Partnerschaften zwischen den Staaten, damit die nationalen Regelungen gegenseitig anerkannt werden. Gut funktionierende Methoden, mit Risikokapitalfonds umzugehen, könnten zudem zur Übernahme durch anderen Staaten empfohlen werden.
Verbesserte Rechte in diesem Bereich würden zu sinkenden operationellen Kosten und sinkendem operationellen Risiko, zu höheren Renditen, einer Ausweitung von Risikokapitalangebot und -nachfrage und besser funktionierenden Risikokapitalmärkten führen. Für die Entwicklung neuer Technologien und die Schaffung von Arbeitsplätzen sind innovative KMU besonders wichtig. Vor allem Unternehmen, die Risikokapital erhalten haben, erzielen in diesem Bereich gute Ergebnisse. Zwischen 2000 und 2004 gingen 60 Prozent der eine Million neu geschaffenen Arbeitsplätze auf das Konto solcher KMU. Nähere Informationen finden sich auf der Seite http://ec.europa.eu/enterprise/entrepreneurship/financing/investing_across_border.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 07.01.2008

Pilot-Initiative für sechs innovative Märkte

Die EU-Kommission arbeitet an einer breit gefächerten Innovationsstrategie

Sechs Märkte stehen derzeit im Mittelpunkt des Interesses der Europäischen Kommission: die elektronischen Gesundheitsdienste (eHealth), das nachhaltige Bauen, technische Textilien, biobasierte Produkte, die Wiederverwertung sowie erneuerbare Energien. Sie zusammen erzielen einen Jahresumsatz von 120 Milliarden Euro und bieten Arbeitsplätze für 1,9 Millionen Menschen. Bis 2020 wird mit einem Anstieg auf 300 Milliarden Euro Jahresumsatz und 3 Millionen Arbeitsplätze gerechnet. Deshalb will die Kommission diese innovativen Märkte nun mit einer Pilot-Initiative (Lead Markets Initiative - LMI) erschließen. Um die Bedingungen in den sechs Märkten zu optimieren, sollen die Rechtsvorschriften verbessert, das öffentliche Auftragswesen gestärkt und die Entwicklung miteinander kompatibler Normen gefördert werden.
Die Maßnahmen sehen eine Konzentration auf Wettbewerb und Nachfrage vor, sollen allerdings keinesfalls irgendeinen Markt begünstigen. Damit ist die LMI Teil einer groß angelegten Innovationsstrategie der EU. Innovationen in Europa sollen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gefördert werden. Details zum Thema gibt es auf den Internetseiten http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/06/1181&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en und auf Englisch unter http://ec.europa.eu/enterprise/leadmarket/leadmarket.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 07.01.2008

Roamingverordnung setzt sich durch

Fast alle Handynutzer können bereits günstig mit dem Eurotarif im Ausland telefonieren

Am 30. Juni 2007 trat die EU-Roamingverordnung in Kraft. Darin wurde festgelegt, dass Mobilfunkbetreiber bis zum 30. Juli 2007 ihren Kunden den so genannten Eurotarif für Handygespräche im Ausland anbieten mussten. Entschied sich der Kunde für den günstigen Tarif, musste die Umstellung durch den Netzbetreiber innerhalb eines Monats erfolgen. Seit dem 30. September 2007 gilt der Tarif auch für alle anderen Kunden. Durch den Eurotarif sind die Kosten für ausgehende Roaminggespräche auf 49 Cent pro Minute und für eingehende Gespräche auf 29 Cent pro Minute begrenzt (zzgl. MwSt). In den kommenden Jahren sollen die Preise darüber hinaus weiter gesenkt werden.
In einem ersten Bericht zur Bewertung des internationalen Roamings hat die Gruppe der Europäischen Regulierungsbehörde, die European Regulators Group (ERG), jetzt positive Neuigkeiten zu vermelden. Die Umsetzung sei glatt gelaufen und die Mitgliedstaaten setzten die Verordnung in hohem Maße um, heißt es dort. Die Europäische Kommission zeigte sich erfreut über die bisherigen Ergebnisse und forderte die ERG auf, den Mobilfunkmarkt auch weiterhin zu beobachten.
Der ERG-Bericht beschreibt den Zeitraum von April bis September 2007 und berücksichtigt die Daten von 150 Mobilfunkbetreibern in allen Mitgliedstaaten. Da nur sechs Monate von dem Bericht zeitlich abgedeckt sind, sei es jedoch noch zu früh für endgültige Schlüsse über die Entwicklung auf dem Mobilfunkmarkt, so die EU-Kommission. Besorgnis erregend sind noch die hohen Preise für SMS aus dem Ausland, und dass die Gespräche auf Minutenbasis verrechnet werden, selbst wenn sie nur 20 Sekunden dauern. Die Kommission schätzt, dass der Unterschied zwischen tatsächlicher und wirklich berechneter Gesprächszeit im Durchschnitt 20 Prozent beträgt. Hier sieht sie weiterhin Verbesserungsbedarf. Weitere Informationen zum Thema finden sich auf der Internetseite http://ec.europa.eu/information_society/a
ctivities/roaming/index_de.htm
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Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 17.01.2008

Mehr Transparenz bei der Kreditvergabe

EU-Kommission will Finanzmarkt für Konsumentenkredite liberalisieren

Der Finanzmarkt für Konsumentenkredite soll in der EU liberalisiert werden. Das Europäische Parlament hat am 16. Januar einen Beschluss über eine EU-Richtlinie zu Verbraucherkrediten gefasst. Die Konsumentenkredite haben ein Jahresvolumen von 800 Milliarden Euro. Bisher ist dieser Sektor auf diverse nationale Einzelmärkte verteilt, sodass Kunden ihre Kreditgeber nicht frei wählen können. Deshalb bereitet es Schwierigkeiten, die günstigsten Konditionen zu finden. Die wichtigste Verbesserung, die es für Kunden durch die neue Bestimmung gibt, sind EU-weit vergleichbare, harmonisierte Standardinformationen, die der Verbraucher erhält, bevor er den Kredit aufnimmt. Außerdem können sich Kunden auf Werbeaussagen, wie beispielsweise Zahlangaben, berufen.
Die Kreditinstitute müssen ihre Kunden über alle wichtigen Rahmenbedingungen des Kredits informieren, denn Transparenz ist ein weiteres großes Ziel der Bestimmung. Dazu wird es ein einheitliches EU-Kreditinformationsblatt geben. Der Verbraucher soll sofort erkennen können, welche Kosten durch die Aufnahme eines Kredites auf ihn zukommen. Die neue Verbraucherkredit-Richtlinie ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenbündels zur Stimulierung des grenzübergreifenden Marktes für Finanzdienstleistungen zugunsten von Privatkunden, wie in dem unlängst veröffentlichten Grünbuch über Finanzdienstleistungen für Privatkunden vorgesehen.
Die Kosten für Kredite sind in der EU von Land zu Land sehr verschieden. In Finnland findet man mit 6 Prozent den günstigsten Zinssatz in der EU. Mit über 12 Prozent ist er in Portugal am höchsten. Die Verbraucherkreditrichtlinie wird bald formell angenommen sein und wird Anfang 2010 umgesetzt werden müssen. Nähere Informationen auf Englisch finden sich auf der Internetseite http://ec.europa.eu/consumers/strategy/index_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 16.01.2008

Unterstützung für Innovation im Lebensmittelbereich

EU-Kommission überarbeitet Verordnung zur Zulassung von Lebensmitteln

Neue und innovative Lebensmittel sollen es zukünftig leichter haben auf dem EU-Markt. Dazu hat die EU-Kommission einen Vorschlag angenommen, der die Verordnung über neuartige Lebensmittel anpasst und die Zulassungsverfahren für sichere und innovative Lebensmittel einfacher und effizienter macht. Dabei soll der Verbraucherschutz nicht vernachlässigt werden. Spezielle Bestimmungen gibt es für Lebensmittel, die bereits in Drittländern konsumiert werden und sich als sicher erwiesen haben. Neu entwickelte Lebensmittel sollen außerdem durch eine bestimmte Datenschutzregelung geschützt werden. Unternehmen sollen so zur Investition in die Entwicklung neuer Lebensmittel und Lebensmittelproduktionsverfahren angeregt werden.
Als neuartig gelten Lebensmittel, die vor dem Inkrafttreten der Verordnung im Mai 1997 nicht in bedeutendem Umfang konsumiert wurden oder in anderen Ländern verzehrt wurden, aber keine Tradition in der EU haben. Der jetzt angenommene Vorschlag beseitigt die in der bisherigen Verordnung festgestellten Mängel und soll so insgesamt Innovationen im Lebensmittelbereich fördern.
Das Zulassungsverfahren soll in der gesamten EU nun zentral ablaufen, sodass nicht mehr ein einzelner Mitgliedstaat die Lebensmittel prüfen muss, um dann eine Stellungnahme an andere Mitgliedstaaten zu schicken. Stattdessen wird ein Antrag auf Zulassung bei der EU-Kommission gestellt und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit führt die wissenschaftliche Bewertung des Produkts durch. Dadurch wird das gesamte Verfahren beschleunigt und klarer.
Weitere Informationen können den englischen Webseiten http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/17&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=de und http://ec.europa.eu/food/food/biotechnology/novelfood/index_en.htm entnommen werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 14.01.2008

Umfassende Studie zu den externen Kosten im Verkehrssektor

EU-Kommission bringt Handbuch heraus und sucht nach Lösungen für Internalisierung

Eine umfassende Sammlung von Studien zu externen Kosten im Verkehrssektor hat jetzt die EU-Kommission veröffentlicht. Damit ist der Weg hin zu effizienter und fairer Preisgestaltung bei Verkehrsdienstleistungen geebnet. Mehrere Verkehrsforschungseinrichtungen aus verschiedenen Ländern sind an dem Handbuch beteiligt, dass eine genauen Überblick über den Stand der Technik für die Veranschlagung der externen Kosten gibt. Im Juni 2008 will die Kommission die Mitteilung über die Internalisierung der externen Kosten für alle Verkehrsträger vorlegen. Es ist davon auszugehen, dass sie zur Vorbereitung vermehrt auf das Handbuch zurückgreifen wird.
In dem Handbuch sind bewährte Verfahren für die Schätzung und Bezifferung der externen Kosten von Verkehrsaktivitäten zusammengestellt. Besonders konzentrierte man sich dabei auf Luftverschmutzung, Lärm, Klimaveränderungen, Verkehrsüberlastungen und Unfälle im Straßenverkehr. Diese Faktoren machen den größten Anteil externer Kosten im Verkehrssektor aus.
Wissenschaftliche Sachverständige prüften die Ergebnisse des Handbuchs. Zusätzlich wurden mit einer öffentlichen Konsultation der Dienststellen der EU-Kommission Lösungsmöglichkeiten für die Internalisierung dieser externen Kosten gesucht. Die Ergebnisse dieser Konsultation werden auf einer Konferenz am 31. Januar vorgestellt. Auch Kommissionsvizepräsident Jacques Barrot, zuständig für Verkehr, wird an der Konferenz teilnehmen. Auf den englischen Internetseiten http://ec.europa.eu/transport/road/policy/index_en.htm und http://ec.europa.eu/transport/white_paper/consultations/index_en.htm gibt es weitere Details zum Thema Verkehr.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 16.01.2008

Pharmaunternehmen im Visier der EU-Kommission

Untersuchung zur Wettbewerbslage in der Arzneimittelindustrie eingeleitet

Die Europäische Kommission hat eine Untersuchung zur Wettbewerbslage in der Pharmaindustrie eingeleitet und überprüft deshalb derzeit die Geschäftsräume mehrerer Hersteller innovativer Arzneimittel und Generika. Zuvor hatte es Anzeichen von Wettbewerbsproblemen in der Pharmaindustrie gegeben. Es habe den Anschein, als kämen weniger neue Arzneimittel auf den Markt und als würde die Einführung von Generika künstlich hinausgezögert, so die Kommission. Sie will nun untersuchen ob es eventuelle Absprachen zwischen Pharmaunternehmen gibt und diese so gegen das in Artikel 81 EG-Vertrag verankerte Verbot wettbewerbsbeschränkender Verhaltensweisen verstoßen. Außerdem soll überprüft werden, ob neuen Anbietern der Einstieg in den Markt unnötig erschwert wird.
Ein funktionierender Wettbewerb ist für den Verbraucher von großer Bedeutung. Er sollte die neuesten Medikamente in Anspruch nehmen können und zudem nicht mehr bezahlen, als wirklich nötig ist. Auch die Gesundheitsausgaben privater Kostenträger und des öffentlichen Gesundheitswesens sind von Wettbewerbshindernissen in der Pharmaindustrie betroffen.
Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im Frühjahr 2009 vorliegen, ein Zwischenbericht ist bereits für den Herbst 2008 geplant. Für die Untersuchung muss die EU-Kommission Einsicht in Daten erhalten, die bei den Unternehmen als streng vertraulich gelten. Patente und andere Rechte an geistigem Eigentum werden bei der Untersuchung berücksichtigt. Weitere Informationen zu der Wettbewerbsuntersuchung finden sich auf den Webseiten http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/20&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en und http://ec.europa.eu/comm/competition/antitrust/sector_inquiries.html (beide in Englischer Sprache).

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 16.01.2008

Veranstaltungskalender

Erfolgreich forschen in Europa
Themenworkshop Nanotechnologien, Werkstoffe und Produktion
31. Januar 2008,
Technologiezentrum Dortmund, Saal 1, Emil-Figge-Str. 80, 44227 Dortmund
http://www.zenit.de/d/service/veranstaltungen/31jan08.php

Internationale Kooperationsbörsen:

Management industrieller Abfallströme
14. Februar 2008, Athen
http://www.zenit.de/d/europa/irc/koop-boersen/mia-athen08.php

E-world energy & water 2008
20. Februar 2008, Essen
http://www.zenit.de/d/europa/irc/koop-boersen/E-world08.php

Energie und Erneuerbare Energien auf der Genera 2008
27. Februar 2008, Madrid
http://www.zenit.de/d/europa/irc/koop-boersen/Genera2008.php

"BioWales 2008"
12. - 13. März 2008, nähe Cardiff/Großbritannien
http://www.zenit.de/d/europa/irc/koop-boersen/BioWales08.php

come2graz - Metallindustrie, Maschinenbau, Automobile und Elektrotechnik
13.-14. März 2008, Graz/Österreich
http://213.168.113.12/b2fairOnlineScripts/b2fairOnline.CGI?Action=
116&EventId=13&Language=049&SessId=


Umwelttechnik IFAT
7 7. Mai 2008, München
http://www.zenit.de/d/europa/irc/koop-boersen/ifat2008.php

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