Newsletter Februar 2008

Unterstützung für Unternehmen und Hochschulen im grenzüberschreitenden Europageschäft

Startschuss für europaweites Netzwerk

Industriekommissar Günther Verheugen gab am 7. Februar den Startschuss für das „Enterprise Europe Network“. Das auf sechs Jahre ausgerichtete Netzwerk bietet Unternehmen, wirtschafts- und forschungsnahen Einrichtungen sowie Hochschulen Unterstützung im grenzüberschreitenden Europageschäft an. Für Nordrhein-Westfalen übernimmt das Konsortium aus ZENIT GmbH und NRW.BANK als „NRW.Europa“ die Aufgaben und Dienstleistungen in dem europäischen Netzwerk.
Finanziert wird das Netzwerk aus Mitteln des europäischen Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Das Innovations- und das Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die NRW.BANK übernehmen die Kofinanzierung von NRW.Europa. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Information und Beratung, insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen in NRW über den Europäischen Binnenmarkt sowie die Unterstützung der Internationalisierungsbemühungen mittelständischer Unternehmen aus NRW. Darüber hinaus fördert NRW.Europa den Wissens- und Technologietransfer und berät Unternehmen über Fördermöglichkeiten aus dem 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union.
Schwerpunkt des Beratungscenters Ausland der NRW.BANK bildet die neutrale und kostenfreie Beratung von Unternehmen über europaweite und nationale EU-Programme, die diese zur Finanzierung ihrer außenwirtschaftlichen Aktivitäten heranziehen können.
Für das Exportland NRW werden die Auslandsaktivitäten bereits durch die neuen Programme NRW.BANK.Ausland Invest und NRW.BANK.Ausland Export flankiert. Das Programm NRW.BANK.Ausland Invest bietet zinsgünstige Kredite für Investitionen im Ausland. Den Zugang zu Exportgarantien erleichtert das Programm NRW.BANK.Ausland Export.
Ziel ist es, die mittelständischen Unternehmen in einem globalisierten Markt international wettbewerbsfähig zu halten und so Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen zu sichern und zu schaffen. Bereits mehr als 15 Organisationen aus der nordrhein-westfälischen Wirtschaft und Wissenschaft haben ihre aktive Mitwirkung bei der Umsetzung des Arbeitsprogramms zugesagt.
Weitere Informationen sind unter www.nrweuropa.de erhältlich.

Sie erreichen NRW.Europa unter:
NRW.Europa Hotline der ZENIT GmbH
Telefon: 0208/30004-39
NRW.Europa Hotline des Beratungscenter Ausland der NRW.BANK
Telefon: 0211/91741-4000

Small Business Act für Europa

EU-Kommission leitet Konsultation zu Verbesserungen für KMU ein

Die Europäische Kommission hat am 31. Januar 2008 eine Konsultation eingeleitet, die die Position kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in der EU stärken soll. Am Ende der Konsultation wird eine europäische Regelung für KMU, der „Small Business Act“, entstehen. KMU sollen zukünftig an zentraler Stelle bei der Entscheidungsfindung in der EU berücksichtigt werden und ihr enormes Wachstumspotenzial vermehrt genutzt werden. Der Small Business Act bringt den KMU Entlastungen bei Vorschriften und erleichtert ihnen den Zugang zum Binnenmarkt oder zu öffentlichen Aufträgen. Außerdem gibt es Unterstützung bei der Mobilisierung notwendiger Human- und Finanzressourcen und bei der Bewältigung der Herausforderungen Globalisierung und Klimawandel. Damit ist der Small Business Act ein wichtiger Teil des nächsten Zyklus der Strategie für Wachstum und Beschäftigung der EU-Kommission.
Die Konsultation befasst sich im Detail mit der besseren Abstimmung der Rechtssetzung auf die KMU, der Vergrößerung ihres Stellenwertes in der Gesellschaft, mit besserem Zugang zu Märkten, Finanzierungsmöglichkeiten, Qualifikationen und Innovation, den ökologischen Herausforderungen als Chancen für KMU und der vermehrte Umsetzung von KMU-relevanten politischen Grundsätzen. Am 6. Februar fand in Brüssel bereits eine Anhörung zum Small Business Act statt. Er soll dann im Juni diesen Jahres vorliegen. Weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten http://ec.europa.eu/enterprise/sme/index_de.htm und http://ec.europa.eu/enterprise/entrepreneurship/sba_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 01.02.2008

SEPA goes live

Neues Zahlungsinstrument innerhalb der EU eingeführt

Im Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area, SEPA) hat sich wieder etwas für den europäischen Binnenmarkt getan. Am 28. Januar wurde das erste SEPA-Zahlungsinstrument für Überweisungen eingeführt. Zur Auftaktveranstaltung „SEPA GOES LIVE“ luden der für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige EU-Kommissar Charlie McCreevy, die Europäische Zentralbank und der Europäische Zahlungsverkehrsausschuss in Brüssel ein. Mit SEPA werden bargeldlose Zahlungen in Euro für EU-Bürger im Ausland genauso einfach wie im eigenen Land. Im SEPA werden alle Euro-Zahlungen als Inlandszahlungen behandelt und mit den gleichen Zahlungsinstrumenten vorgenommen. SEPA betrifft dabei Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften.
Letztere werden aus technischen und rechtlichen Gründen jedoch erst später in ganz Europa eingeführt; spätestens jedoch zum 1. November 2008. Die Vorteile durch SEPA sollen sich auf den Zahlungsverkehrsmärkten in den nächsten sechs Jahren auf 123 Milliarden Euro belaufen. Für den Verbraucher ändert sich allerdings kaum etwas. Nur Unternehmen und öffentliche Körperschaften sollten sich mit dem neuen System bereits auseinander setzen. Um Umstellungskosten gering zu halten, bieten die Banken für einige Jahre altes und neues System parallel an. Laut Kommission ist SEPA ein weiterer notwendiger Schritt des europäischen Finanzmarktes seit Einführung des Euro. Ungewöhnlich bei SEPA ist, dass es überwiegend auf einer Selbstverpflichtung europäischer Banken beruht und nicht auf einer Regelung der Politik. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite http://ec.europa.eu/internal_market/payments/sepa/index_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 21.01.2008 und 28.01.2008; www.faz.net, 27.01.2008

Mobilitätshindernis: Rentensystem

Studien zeigen Nachteile von Rentensystemen in der EU auf

Europäische Arbeitnehmer sind noch immer in ihrer Mobilität eingeschränkt. Wer flexibel sein möchte, scheitert derzeit noch an den Zusatzrentensystemen. Das zeigen jetzt zwei unabhängige Studien der EU-Kommission. Die Kommission fordert, dass es Bürgern mit wechselnden Arbeitstellen erleichtert werden muss, Zusatzrentenansprüche zu erwerben.
Die erste Studie kommt von Hewitt Associates und beschäftigte sich mit den Zusatzrentensystemen von größeren Organisationen in neun EU-Ländern. Dabei kam heraus, dass in vielen Rentensystemen die Unverfallbarkeitsfrist nicht festgelegt ist. Diese Frist beschreibt, ab welchem Zeitpunkt der Anspruch auf die Leistungen der betrieblichen Altersvorsorge nicht mehr verfallen kann und damit die Sicherheit der Rentenansprüche aus Sicht der Arbeitnehmer. Bei 32 Prozent der Rentensysteme müssen Arbeitnehmer mindestens zwei Jahre einzahlen, bevor sie Ansprüche erheben können. Ein Viertel der leistungsorientierten Systeme bietet bei einem Arbeitsplatzwechsel zudem keine Neubewertung der ruhenden Rentenansprüche der Arbeitnehmer an. Sie werden dann bis zum Ruhestand eingefroren.
Die zweite Untersuchung beschäftigt sich damit, wie lange Arbeitnehmern in Unternehmen der EU verweilen, beziehungsweise wann sie mit einem Arbeitsplatzwechsel rechnen. Sie wurde von Forschern der Katholischen Universität Löwen durchgeführt. Aus der Studie geht hervor, dass 40 Prozent der Beschäftigten innerhalb von fünf Jahren ihren Arbeitsplatz wechseln. Lange Unverfallbarkeitsfristen erweisen sich für sie als Nachteil. Außerdem zeigten sich in der Untersuchung große Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. In den kommenden Monaten wird die Kommission mit der slowenischen Ratspräsidentschaft an einer neuen Richtlinie zu Verbesserung der Rentensysteme arbeiten. Weitere Informationen finden sich unter http://ec.europa.eu/employment_social/spsi/portability_de.htm und auf Englisch unter http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/29&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 22.01.2008

Neue Verordnung zur Lebensmittelkennzeichnung

EU-Kommission will Nährwertinformationen leichter zugänglich machen

Der Einkauf im Supermarkt soll meist möglichst schnell gehen. Doch wer sich gesund ernähren möchte, brauchte bisher vor dem Regal schon einige Zeit, bis er alle Nährwertinformationen von den Packungen abgelesen und verglichen hatte. Denn diese Angaben sind auf vielen Produkten sehr klein abgedruckt oder regelrecht versteckt. Diesem Manko bei der Produktkennzeichnung will die EU-Kommission mit einer neuen Verordnung entgegenwirken, die jetzt vorgeschlagen wurde. Die Verordnung beinhaltet, dass die Angaben zum Energiegehalt, zu Kohlenhydraten unter spezieller Nennung von Zucker und Salz, zu Fett und gesättigten Fettsäuren pro Portion oder pro 100 ml/g des Produkts deutlich auf der Produktvorderseite angegeben werden müssen. Zudem ist das Verhältnis dieser fünf Bestandteile zu den Referenzmengen (z. B. empfohlene Tagesdosis) anzugeben. Damit wird dem Verbraucher der schnelle Überblick ermöglicht. Eine Mindestschriftgröße von 3 Millimetern wird durch die Verordnung ebenfalls festgelegt.
Um Innovationen der Lebensmittelindustrie und neue Entwicklungen zu fördern, ist die Verordnung jedoch bewusst flexibel gestaltet. Trotzdem dürfen freiwillige Angaben der Händler nicht von den Pflichtangaben ablenken. Ein spezieller Schwerpunkt wird in der Verordnung auch auf Allergene gelegt. Diese müssen nämlich ebenfalls angegeben werden, sogar bei unverpackten Waren aus dem Restaurant oder von Catering-Betrieben. Weitere Informationen gibt es unter http://ec.europa.eu/food/food/labellingnutrition/foodlabelling/index_en.htm und http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/
64&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en
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Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 30.01.2008

Mehr Durchblick bei Umweltdaten der EU

Kommission schlägt Gemeinsames Europäisches Umweltinformationssystem vor

Umweltinformationen leicht und verständlich zur Verfügung gestellt -  das ist bisher noch eher eine Seltenheit. Aber die EU-Kommission hat jetzt einen Vorschlag zur Schaffung eines Gemeinsamen Europäischen Umweltinformationssystems (SEIS) gemacht, das dieses Problem lösen soll. SEIS soll EU-weit alle Umweltdaten und -informationen virtuell miteinander verknüpfen und untereinander kompatibel machen. SEIS ist in seiner vorgeschlagenen Form ein dezentrales, aber integriertes, internetgestütztes Informationssystem auf Basis eines Netzes von Anbietern öffentlicher Informationen, die Umweltdaten untereinander austauschen. Im Laufe des Jahres 2008 soll ein genauer Plan zu SEIS vorgelegt werden.
Zur Verfügung gestellt werden sollen Informationen darüber, wie sich das Klima oder die Qualität von Gewässern verändert oder wie die Natur auf Umweltverschmutzungen etc. reagiert. Mit den möglichst aktuellen Informationen soll es jedem möglich gemacht werden zu erfahren, wie stark die Luft im eigenen Wohnort belastet ist oder ob das Eigentum von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen besonders bedroht ist. Die Umweltvorschriften der EU schreiben den Mitgliedsstaaten in vielen Fällen die Erhebung solcher Daten vor. Diese sind auch zur Erhebung und Durchsetzung bestimmter Vorschriften von Bedeutung. Die finanzielle Unterstützung der EU für SEIS erfolgt durch die Forschungsrahmenprogramme, das Finanzierungsinstrument der Gemeinschaft für die Umwelt (LIFE), das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) und die Strukturfonds. Nähere Informationen hält die Internetseite http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/185&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en bereit.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 05.02.2008

Polizei arbeitet EU-weit zusammen

Die Europäische Kommission macht es Verbrechern so schwer wie möglich

Die Jagd auf Verbrecher hört an den Grenzen der EU nicht auf. Auf dem Europäischen Polizeikongress in Berlin am 29. Januar wurde dies unter anderem von EU-Kommissionsvizepräsident Frattini bestätigt. Mit Hilfe des Schengener Informationssystems wird es für die Polizeien in der EU deutlich einfacher, gesuchte, vermisste oder zur Einreiseverweigerung ausgeschriebene Personen und Diebesgut wiederzufinden, beziehungsweise Täter zu stellen. Wichtige Bestimmungen des Vertrags von Prüm, die in EU-Recht übernommen werden sollen, eröffnen zudem den kontrollierten Zugang zu Fingerabdruck-Karteien, DNA-Profilen oder Kfz-Daten der einzelnen Mitgliedstaaten. Es gelte, gemeinsame Datenbanken weiter auszubauen, so die EU-Kommission.
Verstärkte Kontrollmaßnahmen gibt es auch an den EU-Außengrenze.
Das Grenzüberwachungssystem EUROSUR soll künftig die südlichen und östlichen Außengrenzen der EU überwachen. Aus Mitteln des Außengrenzfonds habe die EU zur Absicherung des gesamten Schengen-Raums fast eine Milliarde Euro ausgegeben. Neue Technologien sollen ganz besonders zur Kontrolle an der Grenze genutzt werden. Eine einfache Identifizierung von Personen ermöglichen biometrische Daten in Pässen, das künftige Visa-Informationssystem und das Schengener Informationssystem zweiter Generation. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite http://www.ec.europa.eu/commission_barroso/frattini/welcome/default_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 29.01.2008

Suche nach EIT-Verwaltungsrat hat begonnen

Ein Findungsausschuss sucht 18 Experten, die über das EIT wachen

Ein erster Schritt zur Benennung der Mitglieder des Verwaltungsrates des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) ist getan. Am 5. Februar teilte der für Bildung und Kultur zuständige EU-Kommissar Ján Figel dem Europäischen Parlament und dem Rat die Mitglieder des Ad-hoc-Findungsausschusses mit, der den Verwaltungsrat zusammensetzen soll. Die Arbeit des Ausschusses soll nun vier Monate andauern. In dieser Zeit wird der dafür sorgen, dass der Findungsprozess unabhängig, rechtmäßig und glaubwürdig verläuft.
Zusammengesetzt ist der Ausschuss aus vier Experten aus verschiedenen EU-Ländern, die eine ausgewogene Fachkenntnis in verschiedenen Bereichen vorweisen. Der Verwaltungsrat wird sich später aus 18 Mitgliedern zusammensetzen. Der Findungsprozess umfasst eine zweistufige Konsultation der großen repräsentativen Organisationen auf EU-Ebene. Das Ergebnis dieser Konsultation wird der Ausschuss dem Parlament und dem Rat verkünden.
Das EIT soll die besten europäischen Ressourcen in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung verbinden und ein Ausdruck der Exzellenz der EU sein. Das große Innovationspotenzial Europas soll vollständig ausgeschöpft werden. Die Mitglieder des Verwaltungsrates sollen ebenfalls aus den oben genannten Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung kommen. Die Kommission rechnet damit, dass sie im Sommer 2008 ernannt werden.
Weitere Informationen finden sich unter http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/188&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 06.02.2008

Innovationen in der EU

Europäischer Innovationsanzeiger (EIS) 2007 veröffentlicht

Der Europäische Innovationsanzeiger (EIS) 2007 wurde jetzt mit erfreulichen Ergebnissen veröffentlicht. Ihm zufolge sind Deutschland, Dänemark, Finnland, Schweden und Großbritannien die innovativsten Länder der EU und stehen zusammen mit den USA und Japan an der Weltspitze der innovativsten Länder überhaupt. Immer mehr Länder schließen zu dieser Führungsgruppe auf.  Estland, die Tschechische Republik und Litauen stehen kurz davor, die durchschnittliche Innovationsleistung der EU zu erreichen.
Doch weiterhin weniger erfreulich bleibt der Vergleich mit den USA. Bei öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Hochtechnologieexporten zieht die USA davon. Hinzu kommt, dass sich die Aufholjagd der EU verlangsamt.
Jedes Jahr stellt der EIS die Innovationsleistungen, die in der EU vollbracht werden, denen aus anderen Ländern gegenüber. Bei der Bewertung werden unter anderem strukturelle Bedingungen, die Schaffung neuen Wissens, Innovationsbemühungen von Unternehmen und konkrete Ergebnisse berücksichtigt. Weitere Informationen zu den einzelnen Ländern etc. finden sich auf folgenden (englischsprachigen) Internetseiten: http://www.proinno-europe.eu/metrics und http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/87&format=HTML&aged=0&language=EN&guiLanguage=en.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 14.02.2008

EU-Kommission setzt Prioritäten

Kommission verrät, wie die Pläne der EU für 2009 aussehen

Die Europäische Kommission hat ihre politischen Prioritäten für das Jahr 2009 bekannt gegeben. Dazu zählen Wachstum und Beschäftigung, Klimawandel und nachhaltige Entwicklung, Einwanderungspolitik und die Rolle Europas in der Welt. Dabei will die Kommission sich auf die in den letzten Jahren präsentierten Initiativen konzentrieren, um für die Bürgerinnen und Bürger konkrete Ergebnisse zu erzielen. Es sollen vor allem auch Grundlagen für die Arbeit nach 2009 geschaffen werden. Die Kommission will der Haushaltsüberprüfung und der finanziellen Vorausschau besonderes Gewicht beimessen. Für die Kommission hat das Jahr 2009 eine ganz besondere Bedeutung. Voraussichtlich wird der Vertrag von Lissabon in Kraft treten und neue Strukturen in der EU durchsetzen. Zudem wird im Juni 2009 das Parlament der EU neu gewählt und im November 2009 eine neu besetzte Kommission ihre Arbeit aufnehmen.
Als weitere wichtige Faktoren für 2009 nannte die EU-Kommission auch die Einwanderungspolitik sowie die verstärkte Sicherheit für alle Europäer. Die Beziehungen zu Partnerländern der Europäischen Union sollen verstärkt werden. Dabei möchte die EU besonders in Afrika neue Partner gewinnen.
Wie genau sich die neuen Pläne im Haushaltsplan widerspiegeln sollen, bespricht die Kommission nun mit dem Europäischen Rat und dem Parlament. Im Oktober wird dann das Legislativ- und Arbeitsprogramm der EU vorliegen.
Weitere Informationen finden sich hier http://ec.europa.eu/atwork/programmes/index_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 13.02.2008

Konsultationen zu Zugangskontrollsystemen

EU-Kommission arbeitet an zweitem Bericht zu Zugangskontrolldiensten

Die Zugangskontrolldienste-Richtlinie 98/84/EG gilt in der EU seit zehn Jahren. Die EU-Kommission will nun einen zweiten Bericht über die Umsetzung der Richtlinie in einem wirtschaftlich und technologisch veränderten Umfeld erarbeiten. Bis Ende 2008 soll dieser Bericht vorliegen. Für den Bericht hat die EU-Kommission eine Konsultation eingerichtet, die auf eine bereits vorliegende Studie zur Zugangskontroll-Richtlinie folgt. Zugangskontrollsysteme sind beispielsweise Bezahlfernsehen oder Videoabrufdienste.
Die Studie zur Richtlinie wurde von einem Konsortium aus KEA European Affairs und CERNA Ende 2007 vorgestellt und kann auf der Internetseite http://ec.europa.eu/internal_market/media/elecpay/index_de.htm abgerufen werden. Auf derselben Internetseite findet sich auch die Konsultation, die noch bis zum 4. April 2008 läuft. Die Schwerpunkte der Konsultation sind Entwicklung grenzübergreifender Dienste, Umsetzung der Richtlinie in den Mitgliedstaaten, neue Dienste, für die die Richtlinie gilt, Beitrag zum Schutz der Rechteinhaber, Verwaltung digitaler Rechte (DRM oder Digital Right Management) und Einsatz der Zugangskontrolle für andere Zwecke als zum Entgeltschutz. Die EU-Kommission bittet alle interessierten Parteien um eine Stellungnahme.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 11.02.2008

Frauen auf dem Arbeitsmarkt immer noch benachteiligt

EU-Kommission legt Bericht über die Gleichstellung von Frauen und Männern vor

Frauen haben es immer noch schwer in der Arbeitswelt. Trotz eines hohen Bildungsniveaus findet man sie seltener auf dem Arbeitsmarkt als Männer. In Führungspositionen sind Frauen gar noch seltener anzutreffen. Und wenn sie einer Beschäftigung nachgehen, haben sie oft unter einer schlechteren Bezahlung zu leiden.
Ein neuer Bericht der Europäischen Kommission zeigt die schlechtere Situation der Frauen an deutlichen Zahlen. 59 Prozent der Hochschulabsolventen sind Frauen, jedoch ist ihre Beschäftigungsquote um 14,4 Prozent niedriger als die der Männer. Wenn sie einer Arbeit nachgehen, werden sie für diese durchschnittlich um 15 Prozent schlechter bezahlt. Derzeit liegt der Anteil weiblicher Manager in den Unternehmen der EU bei nur 33 Prozent. Die gute Nachricht: der Anteil steigt. Und auch von den 12 Millionen Arbeitsplätzen, die die EU seit 2000 geschaffen hat, wurden 7,5 Millionen an Frauen vermittelt. Damit sind sie jetzt immerhin zu 57,9 Prozent beschäftigt.
In dem Bericht fordert die Kommission jetzt die Schaffung neuer und besserer Arbeitsplätze. Ein wichtiger Punkt dabei soll auch sein, es den Arbeitnehmern zu ermöglichen, Privat- und Berufsleben zu verbinden. Allen Frauen und Männern, die eine abhängige Person, also beispielsweise ihr Kind betreuen, soll die (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Den Bericht gibt die EU Anfang März bei der Frühjahrstagung an die europäischen Staats- und Regierungschefs weiter. Nachzulesen ist der Bericht auf der Internetseite http://ec.europa.eu/employment_social/gender_equality/news/index_de.html

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 23.01.2008

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