Newsletter März 2008

Fördermöglichkeiten in Frankreich, Belgien und den Niederlanden

Veranstaltungsreihe der NRW.Bank informiert über die Wirtschaftspartner

Frankreich, die Niederlande und Belgien sind die wichtigsten Wirtschaftspartner Nordrhein-Westfalens und belegen die ersten Plätze in der NRW-Außenhandelsstatistik. Öffentliche Einrichtungen fördern die Zusammenarbeit. Doch neben den Fördermöglichkeiten in NRW haben Unternehmen auch die Möglichkeit, von Wirtschaftsfördereinrichtungen in den entsprechenden Ländern Unterstützungen zu erhalten. Das ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) interessant. Die NRW.BANK organisiert in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern zu Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein (Neuss) sowie der Außenhandelskammer debelux eine Veranstaltungsreihe, die umfangreiche Informationen zu Investitionsbedingungen und Fördermaßnahmen in Frankreich, den Niederlanden und Belgien bietet. Vertreter der verschiedenen Förderinstitutionen der Länder stellen diese vor und beantworten Fragen der Veranstaltungsteilnehmer. Ganz besonders richten sich die Veranstaltungen an KMU, die ihre Kooperation oder wirtschaftlichen Aktivitäten in einem der drei Länder ausbauen wollen.

Veranstaltungstermine:

  • Frankreich, 9. April 2008, 16.30 Uhr in Düsseldorf
  • Niederlande, 24. April 2008, 16.30 Uhr in Neuss
  • Belgien, 14. Mai 2008. 16.30 Uhr in Düsseldorf

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenlos, jedoch wird wegen der begrenzten Teilnehmerzahl eine Anmeldung erbeten.

Kooperationsbörse auf Hannover Messe 2008

Internationale Geschäftspartner finden

Bereits zum vierten Mal organisiert ZENIT in Zusammenarbeit mit Partnern in Europa vom 21. bis 25. April 2008 eine große internationale Kooperationsbörse auf der Hannover Messe. Unter der Marke b2fair besteht auch für Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit zur Teilnahme. Auf der Basis aussagefähiger Kooperationsprofile in einem online-Katalog werden durch eine spezielle Matching-Software erste Kooperationsgespräche mit potenziellen ausländischen Partnern organisiert und terminiert.
ZENIT unterstützt Unternehmen, die sich für eine Teilnahme an der Kooperationsbörse interessieren, gerne beim Registrierungsvorgang. Für weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen wenden Sie sich bitte an

ZENIT GmbH
Marie-Theres Kraienhorst
Telefon 0208-30004-21
eMail: mk(at)BITTE-LÖSCHENzenit.de

Schnelles Ende für großen Verwaltungsaufwand

EU-Kommission hat elf Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen vorgestellt

Der Verwaltungsaufwand für Unternehmen soll gesenkt werden und so zu neuen wirtschaftlichen Impulsen führen. Dazu hat die Europäische Kommission jetzt elf neue Schnellmaßnahmen vorgeschlagen. Dabei handelt es sich schon um das zweite Maßnahmenpaket dieser Art. Die neuen Maßnahmen sind damit Teil eines Gesamtprogramms, das den Verwaltungsaufwand für Unternehmen bis 2012 um 25 Prozent senken soll. Werden die Sofortmaßnahmen umgesetzt, sind Einsparungen von bis zu 1 Milliarde Euro zu erwarten. Bei der Erarbeitung der Maßnahmen wurde auch die Stellungnahme der Hochrangigen Gruppe unabhängiger Interessenträger im Bereich Verwaltungslasten mit einbezogen. Die Gruppe äußerte sich positiv über das Maßnahmenpaket. Vereinfacht werden soll der Übersetzungsaufwand für die Eröffnung von Niederlassungen in anderen Mitgliedstaaten. Für kleine und mittlere Unternehmen soll die Verpflichtung, zum Jahresabschluss die Aufwendungen für die Errichtung und Erweiterung des Unternehmens zu erläutern, abgeschafft werden. Und bei der Markteinführung neuer Telekommunikations- und Funkgeräte soll zukünftig eine Meldung für alle Mitgliedstaaten ausreichen.

Weitere Maßnahmen finden sich auf der Internetseite http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/152&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en. Die Vorschläge der Kommission dürften noch im ersten Halbjahr 2008 von Rat und Parlament angenommen werden. Weitere Informationen gibt es auch auf der englischsprachigen Website http://ec.europa.eu/enterprise/admin-burdens-reduction/admin_burdens_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 10.3.2008

Lastschriftverfahren in der EU sicherer und kostengünstiger

Kommission stellt Bericht zu grenzüberschreitenden Zahlungen vor

Die EU-Vorschriften über die Gebühren für grenzüberschreitende Euro-Zahlungen sollten im Sinne eines verbesserten Verbraucherschutzes auf Zahlungen per Lastschrift ausgeweitet werden. Dies fordert die EU-Kommission in einem soeben veröffentlichten Bericht. Im Zuge der Überarbeitung der einschlägigen Vorschriften sollen außerdem die Banken von statistischen Meldepflichten entlastet und die Bearbeitungsgebühren für grenzüberschreitende Überweisungen gesenkt werden.
Die Mitgliedsstaaten werden in dem Bericht aufgefordert, Behörden einzurichten und angemessene außergerichtliche Schlichtungsverfahren einzuführen. Mit den Schlichtungsverfahren sollen Verbraucherrechte im Fall von Rechtsstreitigkeiten mit der Bank oder einer falschen Anwendung der Verordnung schützen. Dabei untersucht der Bericht, welche Umsetzungsprobleme es bisher bei grenzüberschreitenden Zahlungen gab. Die Hauptziele der Verordnung seien aber erreicht worden und die Verbraucher profitierten bereits von SEPA, so die EU-Kommission. Der Bericht ist im Internet unter der Adresse http://ec.europa.eu/internal_market/payments/crossborder/index_de.htm abrufbar.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 26.2.2008

Grenzüberschreitend Schulden eintreiben

EU-Kommission leitet Konsultation zu Schuldnervermögen ein

Die Europäische Kommission setzt sich dafür ein, dass Schuldnervermögen transparenter werden. Mit einem neuen Grünbuch, das jetzt von der Kommission angenommen wurde, sollen so die Bedingungen auf dem europäischen Binnenmarkt weiter verbessert werden. Der freie Verkehr von Mahnbescheiden in der EU ist noch behindert, ebenso wie die Eintreibung von Forderungen in anderen Mitgliedstaaten.
Werden Zahlungen zu spät oder gar nicht geleistet, ist dies jedoch weder im Interesse der Unternehmen, noch im Interesse der Verbraucher. In vielen Fällen ist gar nicht bekannt, wo sich der Schuldner aufhält, oder welches Vermögen er besitzt. Dies macht es schwierig für die Betroffenen, an ihr Geld zu gelangen. Die Kommission diskutiert nun verschiedene Maßnahmen, die es ermöglichen, dass Gläubiger schnell alle nötigen Informationen erhalten. Auf Grundlage des Grünbuches hat die Kommission zum Thema auch eine Konsultation eingeleitet. Alle Informationen zur Beteiligung an der Konsultation finden sich hier: http://ec.europa.eu/justice_home/doc_centre/civil/studies/doc_civil_studies_en.htm

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 6.3.2008

Kampf gegen Spam geht weiter

ENISA veröffentlicht Gutachten über die Entwicklung bei Spam-Mails

Internet- und E-Mail-Anbieter kämpfen weiterhin gegen unerwünschte Werbe-E-Mails, so genannte Spam-Mails. Positiv sei die Entwicklung bei der Verstärkung der Schutzmaßnahmen und bei der Eigeninitiative auf elektronischen Kommunikationswegen – darauf weist die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA) in einem aktuellen Gutachten hin. Nur sechs Prozent der Spam-Mails erreichen ihr angedachtes Ziel. Dennoch sei es falsch anzunehmen, dass die Situation unter Kontrolle sei. Denn das Spamaufkommen wächst und verursacht unnötige Kosten. Dabei verbessern die Anbieter permanent ihre organisatorischen und technischen Methoden. Mit dem Gutachten soll gezeigt werden, welche Herausforderungen auf die Anbieter bei Spam, Würmern, Viren etc. zukommen. Bereits ergriffene Maßnahmen von Anbietern sollen als Beispiel für andere Anbieter dienen.
Das Gutachten zieht einen Vergleich mit der Situation 2006. In der Vergangenheit haben sich besonders Schulungen, Aufklärungskampagnen, Beratungen der Teilnehmer und die freie Sicherheitssoftware verbessert. Die Bearbeitung von Spam nahm insgesamt zu, jedoch wurden weniger Anbieter benachrichtigt, wenn Spam von ihren Netzwerken versendet wurde. Weitere Informationen gibt es auf den englischen Internetseiten http://www.enisa.europa.eu/pages/02_01_press_2008_02_21_spam.html und http://www.enisa.europa.eu/pages/spam/index.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 21.2.2008

Hohe Qualifikation gefragt

Der europäische Arbeitsmarkt braucht qualifizierte Mitarbeiter

Der Bedarf an qualifizierten Arbeitnehmern steigt. In fast allen Berufen braucht man heute mehr Fertigkeiten als noch vor wenigen Jahren. Dies stellt nun die Studie zum Qualifikationsbedarf in Europa bis 2015 heraus, die das Europäische Zentrum für die Förderung der Berufsbildung (Cedefop) veröffentlicht hat. Der Grund dafür sind vor allem der technologische und organisatorische Wandel sowie das Wachstum des Dienstleistungssektors. Bis 2015 gibt dieser Sektor 9 Millionen neue Arbeitsplätze her. Weitere drei Millionen zusätzliche Stellen werden in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Soziales geschaffen. Doch auch so genannte einfache Beschäftigungen sind vom zunehmenden Wunsch nach qualifizierten Mitarbeitern betroffen. Im primären Sektor werden in ganz Europa bis 2015 zirka 10 Millionen Menschen beschäftigt sein, 2006 waren es noch 12 Millionen. Im verarbeitenden Sektor wird man noch 34,5 Millionen Arbeitnehmer antreffen (2006: 35 Mio.). Die Wirtschaft insgesamt wird bis 2015 mehr als 13 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.
Laut Studie hat die Nachfrage nach hoher Qualifikation bei Arbeitnehmern ihren momentanen Höhepunkt erreicht. 80 von 210 Millionen europäischen Arbeitnehmern sind heute in hoch qualifizierten, nicht manuellen Tätigkeiten beschäftigt. Bis 2015 werden 12,5 Millionen mehr Menschen in hoch qualifizierten Jobs arbeiten, während die Anzahl bei niedrig qualifizierten Tätigkeiten zurückgeht. Die zunehmende Qualifikationsnachfrage betrifft sogar Arbeitsplätze, die bislang von ungelernten Arbeitern besetzt werden. Genauere Informationen finden sich auf den Webseiten: http://www.cedefop.europa.eu/ und http://ec.europa.eu/education/policies/2010/vocational_en.html.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 18.2.2008

Höchste Sicherheit für Atommüll

Hochrangige Gruppe beschäftigt sich mit einheitlichen Sicherheitsregeln

Für die nukleare Sicherheit und für radioaktive Abfälle will die Europäische Kommission in der gesamten EU einheitliche Regeln einführen. Mit diesem Thema beschäftigt sich derzeit eine Hochrangige Gruppe, die für Einigkeit auf dem Gebiet der nuklearen Sicherheit und der Abfallentsorgung sorgen und gemeinsame Konzepte unterstützen soll. Die Gruppe setzt sich aus Beamten der nationalen Aufsichtsbehörden bzw. der Behörden für nukleare Sicherheit zusammen. Weitere Informationen gibt es hier: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/270&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 20.2.2008

Wasserstoffautos auf Europas Straßen

Bis 2030 könnten 16 Millionen Wasserstofffahrzeuge unterwegs sein

40 Prozent weniger Erdölverbrauch im Straßenverkehr, dieses Ziel könnte laut einem Forschungsprojekt, das von der EU gefördert wird, bis 2050 erreicht werden, wenn sich die Verwendung von Wasserstoff rasch durchsetzt. Dieser Bericht wurde zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem die Mitgliedsstaaten über eine öffentlich-private Forschungspartnerschaft abstimmen müssen. Die Forschungspartnerschaft ist mit 940 Millionen Euro dotiert und beschäftigt sich mit der Entwicklung der Wasserstoff- und der Brennstoffzellentechnik. Von diesem Betrag stammen 470 Millionen Euro aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm.
Damit die Wasserstoffverwendung wettbewerbsfähig wird, müssen jedoch die Kosten noch drastisch gesenkt werden. Nach Simulationen könnte sich die Nutzung zwischen 2025 und 2035 rentieren. Insgesamt 60 Milliarden Euro müssten in den Infrastrukturaufbau investiert werden. Außerdem schätzt der HyWays-Fahrplan, dass 2030 16 Millionen Wasserstofffahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein werden. Das Projekt HyWays führt Industrie, Forschungsinstitute und Regierungsstellen aus zehn europäischen Ländern zusammen. Ausgehend von einer Länderanalyse wurde ein Aktionsplan mit allen zur Wasserstoffnutzung notwendigen Maßnahmen erarbeitet. Die gesamte Energiewirtschaft müsste sich an diese Nutzung anpassen, was eine detaillierte Planung voraussetzt. Europa hat die Möglichkeit, wegweisend für die Wasserstoff- und die Brennstoffzellentechnik zu sein. Weitere Informationen gibt es auf http://ec.europa.eu/research/energy/nn/nn_pu/hyways/article_0001_en.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 25.2.2008

Neue Initiativen für den Balkan

EU-Kommission unterstützt westliche Balkanstaaten

Immer weiter nähern sich die westlichen Balkanstaaten der EU an. Zu ihnen gehören die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Serbien und der Kosovo im Sinne der Resolution 1244 des VN-Sicherheitsrats. Zwar sind die Erfolge bei der Umsetzung der nötigen Reformen unterschiedlich, doch die EU nutzt weiterhin alle Möglichkeiten, um die Staaten zu unterstützen. Dazu legte die Kommission jetzt neue Initiativen vor, die die Aufnahme der westlichen Balkanstaaten in die EU vorantreiben sollen. Auf einem informellen Treffen in Slowenien Ende März werden die Vorschläge der Kommission den Außenministern vorgelegt. Für mehr Sicherheit und Stabilität liegen noch viele Hürden vor den Balkanstaaten, die überwunden werden müssen.
Die verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Reformen und auch die Völkeraussöhnung liegen im Interesse der EU. Zur Unterstützung nimmt sie mit allen oben genannten Staaten den Dialog auf. Allerdings ist auch die finanzielle Hilfe so hoch, wie pro Kopf gerechnet für keine andere Region der Erde. Die durchschnittliche jährliche Mittelzuweisung aus den Instrumenten für die Heranführungshilfe (IPA) für den westlichen Balkan beläuft sich von 2007 bis 2011 auf 800 Millionen Euro. Weitere Informationen auf Englisch können auf der Webseite http://ec.europa.eu/enlargement/balkans_communication/index_en.htm abgerufen werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 5.3.2008

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