Beschränkte Haftung von Abschlussprüfern

EU-Kommission will Situation von Abschlussprüfern verbessern

Die Europäische Kommission hat eine Empfehlung zur Beschränkung der zivilrechtlichen Haftung von Abschlussprüfern vorgelegt. Darin setzt sie sich für alternative Prüfgesellschaften und damit auch für einen wettbewerbsorientierten Markt ein. Die Kommission reagiert mit dieser Empfehlung auf die stetig wachsende Anzahl von Prozessen und dem mangelhaften Versicherungsschutz in der Branche. Die Empfehlung enthält keine direkten Anweisungen an die Mitgliedstaaten, sondern stellt es ihnen frei, wie sie die Haftung einschränken wollen. Dabei soll ein gesundes Gleichgewicht zwischen den Interessen der Abschlussprüfer und der Unternehmen oder anderen Betroffenen herrschen.
Die unbeschränkte Haftung und die schlechten Versicherungsbedingungen seien für Abschlussprüfer und Kapitalmärkte zu einem großen Problem geworden, so die EU-Kommission. Die bisherigen Bedingungen halten neue Prüfgesellschaften vom Markt fern und machen auch bestehenden Prüfungsunternehmen zu schaffen.
Die Empfehlung stellt drei Möglichkeiten vor, die Haftung zu beschränken. Die Mitgliedstaaten können sich aber auch für ganz andere Alternativen entscheiden, je nach dem, was am besten mit ihren rechtlichen Voraussetzungen vereinbar ist. Zum Weiterlesen: http://ec.europa.eu/internal_market/auditing/liability/index_de.htm

Freier Verkehr von Bauprodukten

Durch Vereinfachungen will die EU-Kommission die Bauproduktebranche stärken

Keine rechtlichen oder technischen Behinderungen soll es für den freien Verkehr von Bauprodukten in der europäischen Wirtschaft geben. Dazu hat die EU-Kommission jetzt eine neue Verordnung vorgeschlagen, die die Vorschriften für Bauprodukte vereinfachen soll. Immerhin erwirtschaftet allein die Bauproduktebranche in der EU 3 % des BIP und stellt 5 Millionen Arbeitsplätze zur Verfügung.
Erreicht werden sollen die Erleichterungen unter anderem durch die Einführung einer gemeinsamen Fachsprache. Sie ist in harmonisierten Normen und europäisch technischen Bewertungen festgelegt, was den Markt für alle Benutzer, wie Bauherren oder Konstrukteure, transparenter macht. Außerdem soll für Vereinfachung, Präzisierung und Kostenersparnis eine klare Verfahrensregelung bei der CE-Kennzeichnung sorgen. Informationen, die einem Produkt beigefügt sind, müssen in der Kennzeichnung absolut exakt und zuverlässig sein. Besonders für Kleinstunternehmer ist es interessant, dass die CE-Kennzeichnung vereinfacht wird, da dies den Herstellern Kosten erspart. Als weiteren Punkt strebt die EU-Kommission eine strengere Überwachung des Marktes an.
Auf den Internetseiten http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/342&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en und http://ec.europa.eu/enterprise/construction/cpdrevision/cpd_revision_intro_en.htm gibt es weitere Informationen.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 26.05.2008

Weniger Müll in der EU

EU-Parlament stimmt über Abfallrahmenrichtlinie ab

Das Europäische Parlament hat über die Revision der Abfallrahmenrichtlinie abgestimmt. Damit gibt es nun eine rechtliche Grundlage für den Abfallbehandlungssektor. Abfall kann so als wertvolle Ressource begriffen werden. Außerdem sind die Ziele, Abfall möglichst zu vermeiden und sich um Recycling zu bemühen.
Bis 2020 gibt es für die Mitgliedstaaten neue Recyclingvorgaben, die umgesetzt werden müssen. Dazu gehört die Erhöhung des Anteils der zum Recycling vorbereiteten Haushaltsabfälle und ähnlichen Abfällen auf mindestens 50 Prozent und des Anteils der zum Recycling vorbereiteten Bau- und Abbruchabfälle auf mindestens 70 Prozent. Für die Umsetzung sind nationale Abfallvermeidungsprogramme nötig. Die EU-Kommission wird über Abfallvermeidung und Ziele noch einen Bericht hervorbringen. Die revidierte Richtlinie berücksichtigt nun viele der vom EU-Parlament vorgeschlagenen Änderungen. In der Kommission zeigte man sich sehr erfreut darüber, dass die zweite Lesung ein Schlichtungsverfahren verhindern konnte. Weitere Infos gibt es unter http://ec.europa.eu/environment/waste/index.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 17.06.2008

Europas Straßenverkehr soll sicherer und umweltfreundlicher werden

EU-Kommission schlägt Verpflichtung zu Fahrassistenzsystemen für Kfz vor

Vorausschauende Notbremssysteme, elektronische Stabilitätsprogramme (ESP), Spurhalte- und Bremsassistenten: all dies soll ab spätestens 2013 für mehr Sicherheit auf den Straßen Europas sorgen. Mit den verschiedenen Maßnahmen können in der EU 2.500 Menschenleben gerettet werden, schätzt die Kommission. Außerhalb der EU kämen nochmals zirka 2.500 Menschenleben hinzu.
Bereits im Oktober 2007 hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, ab 2009 neue Pkw mit einem Bremsassistenten auszurüsten. Ab 2013 soll dann für Neufahrzeuge auch das ESP zur Pflicht werden, das dem Fahrer in kritischen Situationen hilft, die Kontrolle über sein Fahrzeug zu behalten. Für Nutzfahrzeuge kommen das vorausschauende Notbremssystem und der Spurhalteassistent hinzu, die ein Auffahren oder ungewollte Spurwechsel verhindern können.
Doch die Kommission ist nicht nur an der Sicherheit, sondern auch am Umweltschutz interessiert. Ab 2012 möchte sie rollwiderstandsarme Reifen und Reifendrucküberwachungssysteme zur Pflicht machen. So können bis zu 3 Prozent Kraftstoff und 7 g/km CO2-Ausstoß gespart werden, bei gleich bleibender Sicherheit. Insgesamt sollen mehr als 150 Richtlinien durch eine neue ersetzt werden, die unmittelbar für alle Mitgliedstaaten Gültigkeit hat.
Weitere Informationen: http://ec.europa.eu/enterprise/automotive/safety/new_package.htm und http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?
reference=pressReleasesAction.do?reference=IP/07/1453&format=HTML&aged=1&language=DE&guiLanguage=en
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Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 23.05.2008

Chemikalien müssen registriert werden

Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) eröffnet

Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Kommissionsvizepräsident Günther Verheugen haben in Helsinki die Europäische Agentur für chemische Stoffe (ECHA) eröffnet. Die ECHA ist für die Abwicklung der REACH-Verordnung zuständig. Nach dieser Verordnung werden die Verfahren für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe geregelt. Die Registrierung neuer Stoffe und die Vorregistrierung bereits bekannter Stoffe kann seit dem 1. Juni 2008 durchgeführt werden.
Die zirka 30.000 vorhandenen Stoffe, wie Tenside, Metalle etc., müssen bis zum 1. Dezember 2008 vorregistriert sein, damit die Unternehmen sie weiter herstellen und importieren können. 180.000 Vorregistrierungen werden erwartet. Registriert werden müssen Chemikalien, die über 1 Tonne pro Jahr produziert oder importiert werden. Zusammengetragen werden müssen in einem technischen Dossier Daten über die sichere Verwendung der Chemikalien und ihre Wirkungen auf die Gesundheit. Besonders bedenkliche Stoffe bedürfen eines Zulassungsverfahrens, in dem nachgewiesen werden muss, dass eine sichere Verwendung möglich ist. Ziel ist es, solche Stoffe nach und nach durch weniger gefährliche Alternativstoffe zu ersetzen. Derzeit sind 1000 solcher gefährlichen Stoffe bekannt.

Weitere Details gibt es auf folgenden Internetseiten: europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do, europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do, europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do und besonders auf echa.europa.eu.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 03.06.2008

EU-Kommission möchte Meinung der Bürger erfahren

Viele laufende Konsultationen der Kommission warten auf Antworten

Die Meinung der Bürger ist der EU-Kommission wichtig. Deshalb befragt sie in öffentlichen Konsultationen regelmäßig Interessenvertreter zu bestimmten Themen, um ihre Arbeit daran zu orientieren. Auch derzeit gibt es eine Reihe von Konsultationen, mit denen die Kommission die öffentliche Meinung herausfinden möchte. Hier ein kleiner Überblick:
Konsultation über...

  • die Revision der Richtlinie 2003/98/EC über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors (bis 31.07.2008),
  • die Revision der Kennzeichnungsrichtlinie 1999/94/EG über CO2 von PKW (bis 28.07.2008),
  • den Entwurf der Kommission für den Leitfaden zur Folgenabschätzung (bis 25.07.2008),
  • Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr (bis 31.08.2008),
  • die Überprüfung der Kommissionsbeschlüsse zur Einsetzung des Ausschusses der Europäischen Wertpapierregulierungsbehörden, des Ausschusses der europäischen Bankaufsichtsbehörden und des Ausschusses der europäischen Aufsichtsbehörden für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (bis 18.07.2008),
  • die Überprüfung der Regelung für benachteiligte Gebiete (bis 30.06.2008),
  • Integrierte Meerespolitik für das Mittelmeer (bis 27.07.2008),
  • Informations- und Kommunikationstechnologien, die Energieeffizienz ermöglichen (bis 21.07.2008),
  • Arzneimittel für neuartige Therapien: Zertifizierung von qualitätsbezogenen und nichtklinischen Daten (bis 04.07.2008),
  • die Überprüfung der Verordnung (EG) Nr. 717/2007 („Roaming-Verordnung“) und ihre mögliche Ausweitung auf SMS und Daten-Roaming-Dienste (bis 02.07.2008),
  • die Überarbeitung der Richtlinie über Medizinprodukte (bis 02.07.2008),
  • die Folgen eines Verbots von Kreosot als Holzkonservierungsmittel (bis 30.06.2008),
  • die Verringerung der Verwaltungslasten (fortlaufend),
  • die Website ‘Ihre Stimme in Europa’ (fortlaufend).

Alle Konsultationen sind auf der Webseite http://ec.europa.eu/yourvoice/consultations/index_de.htm zu finden. Dort kann man auch teilnehmen.

Quelle: http://ec.europa.eu/yourvoice/consultations/index_de.htm

Bürokratieaufwand um 25 Prozent senken

Die EU-Kommission will bis 2012 die Verwaltungslasten in Europa reduzieren

Der Abbau von unnötiger Bürokratie war Thema der EU-Kommission in Berlin bei der Konferenz „Verringerung von Verwaltungslasten in Europa“. In den kommenden fünf Jahren will die Kommission die bürokratische Last der Unternehmen deutlich reduzieren. An der Konferenz nahmen u.a. die im Bundeskanzleramt für den Bürokratieabbau zuständige Staatsministerin Hildegard Müller sowie Dr. Johannes Ludewig, Vorsitzender des Nationalen Normenkontrollrats und Mitglied der Hochrangigen Gruppe unabhängiger Interessenträger im Bereich Verwaltungslasten, teil. Außerdem wurden auf der Konferenz Unternehmer und andere Interessenvertreter über die anstehenden Veränderung informiert. Es wurden auch Vorschläge zur weiteren Verringerung von Bürokratie aufgenommen.
Um 25 Prozent möchte die EU-Kommission den bürokratischen Aufwand für Unternehmen bis 2012 reduzieren. Dies sei ohne Einschränkungen für die geltenden Gesetze möglich, so die EU-Kommission. Besonders die Meinung der Unternehmen ist der Kommission dabei wichtig. Im Frühjahr 2009 soll ein erster Bericht vorliegen, der die Vorschläge benennt. Weitere Informationen finden sich unter http://ec.europa.eu/enterprise/admin-burdens-reduction/home_de.htm.  Die Konsultation gibt es außerdem unter http://ec.europa.eu/enterprise/admin-burdens-reduction/online_consulation_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 05.06.2008

Arbeitszeit und Zeitarbeit geregelt

Einigung für bessere Arbeitsbedingungen für ArbeitnehmerDie EU-Arbeits- und Sozialminister haben sich bei den Themen Arbeitszeit und Zeitarbeit geeinigt. Damit wurden für die Arbeitnehmer mehr Sicherheit und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen. Das Stichwort heißt Flexicurity, eine Mischung aus Flexibilität und Security (Sicherheit). Nach langwierigen Beratungen ist der Rat für „Beschäftigung und Soziales“ in Luxemburg auf die folgende Regelung gekommen:Der Standard einer Wochenarbeitszeit bleibt bei maximal 48 Stunden, sofern sich der Arbeitnehmer nicht anders entscheidet (Opt-out). Wer sich für andere Regelungen entscheidet, darf maximal 60 Stunden arbeiten. Als weitere Neuerung kommt die Obergrenze von 65 Wochenarbeitsstunden hinzu, wenn bei Arbeitnehmern mit individueller Regelung Ruhephasen während des Bereitschaftsdienstes auf die Arbeitszeit angerechnet werden.Der Richtlinienvorschlag der Kommission zur Arbeitszeitgestaltung (Richtlinie 2003/88/EG) ist seit 2005 Gegenstand der Diskussion. Sicherheit, Gesundheitsschutz und Arbeitszeitgestaltung sind dabei die Themenschwerpunkte. Der gemeinsame Standpunkt des Rates wird nun in zweiter Lesung ans Europaparlament übermittelt. Dieses muss noch zustimmen.Nähere Informationen zum Thema liefern die Internetseiten europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do und ec.europa.eu/employment_social/labour_law/directives_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 10.06.2008

Maßnahmen gegen teure Ölpreise

EU-Kommission will Folgen der steigenden Brenn- und Kraftstoffpreise mindern

Die EU-Kommission reagiert auf die gestiegenen Ölpreise. Sie hat ein politisches Maßnahmenpaket vorgelegt, mit dem den steigenden Brenn- und Kraftstoffpreisen begegnet werden kann und ihre Folgen gemindert werden können. Die Maßnahmen der Kommission analysieren die zyklischen und strukturellen Faktoren und gibt Anleitung zu politischen Gegenmaßnahmen. Vorgeschlagen werden zum Beispiel eine größere Energieeffizienz von Unternehmen und privaten Haushalten, eine größere Offenheit von Ölaktien und die Unterstützung für die Organisation eines internationalen Gipfeltreffens der größten Ölerzeugerländer und Ölverbraucherstaaten. Die Empfehlungen wurden am 19./20. Juni auf einer Tagung des Europäischen Rates erörtert, auf dem auch über den Anstieg der Nahrungsmittelpreise gesprochen wurde. Um bis 2020 die angestrebten Ziele in den Bereichen erneuerbare Energien, Biokraftstoffe und Treibgasreduktion auch zu erreichen, wird dem Rat die Erlassung rechtlich bindender Maßnahmen empfohlen. Bis zum Jahresende stehen noch Vorschläge der EU-Kommission zur Änderung der Energiebesteuerungsrichtlinie, der Eurovignettenrichtlinie und zum möglichen Rückgriff auf steuerliche Anreize wie reduzierte Mehrwertsteuer-Abgaben zur Förderung von Energieeinsparungen aus. Weitere Informationen finden sich unter http://ec.europa.eu/commission_barroso/president/index_de.htm.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 11.06.2008

Modernisierung des Vergaberechts

Gesetzentwurf beschlossen, um EU-Regelungen in deutsches Recht umzusetzen

Am 21. Mai 2008 hat das Kabinett den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Vergaberechts beschlossen. Damit können nun noch in der laufenden Legislaturperiode wichtige EU-Regelungen deutsches Recht werden. Besondere Stärkung erfährt der Mittelstand durch den Gesetzentwurf. Kleine und mittlere Unternehmen sollen leichter an öffentliche Aufträge kommen können. Dazu wird künftig ein Losverfahren angewandt.
Ab sofort dürfen außerdem auch soziale, innovative und umweltbezogene Anforderungen an den Auftragnehmer gestellt werden, wenn sie in einem sachlichen Zusammenhang zum Auftragsgegenstand stehen. Der Gesetzentwurf sieht auch eine Verschärfung des Nachprüfverfahrens vor, um eine größere Effizienz und schnellere Vergabeverfahren zu bewirken.
Eine Klarstellung, die besonders für Städte und Kommunen interessant ist, betrifft Grundstücksverkäufe an einen Investor. Wenn diese gleichzeitig städtebauliche Auflagen umfassen, handelt es sich nicht um öffentliche Aufträge, die dem Vergaberecht unterliegen und ausgeschrieben werden müssen.
Nähere Informationen sind unter http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Wirtschaft/Wirtschaftspolitik/oeffentliche-auftraege,did=190876.html abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, 21.05.2008

Sicher durchs Arbeitsleben

Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ wirbt für mehr Sicherheit im Berufsleben

Alle dreieinhalb Minuten stirbt in der EU ein Mensch auf Grund von Ursachen, die mit seiner Arbeit zusammenhängen. Diese Anzahl kommt zusammen, wenn man die Angaben von EUROSTAT, nach denen jährlich 5.720 Personen in der EU tödliche Arbeitsunfälle erleiden, und die Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation, die von 159.500 Toten pro Jahr durch Berufskrankheiten ausgeht, zusammen betrachtet.
Dabei könnten die meisten Unfälle und Krankheiten dieser Art durch mehr Sicherheit am Arbeitsplatz vermieden werden. Deshalb setzt sich jetzt auch die EU-Kommission dafür ein. Besonders wichtig ist eine ausreichende Gefährdungsbeurteilung. Nach EU-Recht müssen alle Arbeitgeber in der EU eine solche Gefährdungsbeurteilung durchführen lassen.
Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat zu dem Thema nun eine Informationskampagne gestartet. Die Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze. Ein Gewinn für alle“ legt besondere Schwerpunkte auf Baugewerbe, Gesundheitsbranche, Landwirtschaft und die Bedürfnisse kleinerer und mittlerer Unternehmen. Die Kampagne soll über zwei Jahre bis 2009 laufen. Näheres zum Thema gibt es auf der Webseite der EU-OSHA: http://osha.europa.eu/de/campaigns/hw2008/front-page.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 13.06.2008

Zollunion feiert Jubiläum

Seit 40 Jahren ist der Zoll an Europas Grenzen eine Einheit

Die Zollunion Europas wird am 1. Juli 2008 40 Jahre alt. Für die Wirtschaft ist die Zollunion der Europäischen Gemeinschaft von zentraler Bedeutung, da die Zollkontrollen an den Unionsgrenzen den Binnenmarkt hier erst möglich machen. Unsichere und gefälschte Waren, die den Bürgern in der EU schaden könnten, werden durch den Zoll vom europäischen Markt ferngehalten. Auch die europäische Industrie profitiert von der Zollunion. Zu den weiteren Aufgaben des Zolls gehört die Kontrolle der Einfuhr von Chemikalien und von Tieren, damit keine illegalen Tiere mit möglicherweise gefährlichen Krankheiten in die EU gelangen.
Im vergangenen Jahr bearbeitete der Zoll 183 Millionen Anmeldungen, was sechs Anmeldungen pro Sekunde entspricht. 43.000 Mal griff der Zoll dabei ein und stellte gefälschte Waren sicher. 43 Prozent der Anmeldungen wurden wegen Risikobedenken weiter untersucht. Um diese großen Zahlen verarbeiten zu können, kümmert die EU-Kommission sich jetzt auch um eine Modernisierung der rechtlichen Grundlagen von Zollverfahren. Ein modernisierter Zollkodex soll das Verfahren einheitlich und einfacher machen. Im Februar 2008 wurde er angenommen. Für Anmeldungen, Dokumente und Informationen wird der elektronische Datenaustausch eingeführt, damit die Informationen innerhalb der EU kurze Wege haben. Näheres zum Thema kann unter http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/08/101&format=HTML&aged=0&language=en&guiLanguage=en und http://ec.europa.eu/taxation_customs/index_de.htm nachgelesen werden.

Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 17.06.2008

Mehr Adressen im Word Wide Web

EU-Kommission setzt sich für Einführung des Internet-Protokolls Version 6 ein

Im 20. Jahrhundert wurden die Telefonnummern verlängert, um der steigenden Nachfrage nach Telefonnummern begegnen zu können. Nun steht eine ähnliche Entwicklung im World Wide Web an. Der wachsende Bedarf an Internetdienstleistungen wird derzeit noch durch das IPv4-Protokoll eingeschränkt. Es wird seit 1984 verwendet und stellt 4,3 Milliarden Adressen bereit. Davon sind jedoch nur noch 16 Prozent oder 700 Millionen für neue Verbindungen frei. Daher hat die EU-Kommission jetzt beschlossen, die Verbreitung des Internetprotokolls Version 6 zu unterstützen.
Bis 2010 sollen 25 Prozent der Haushalte, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen IPv6 nutzen. Um Kosten für den Verbraucher zu vermeiden, ist es wichtig, dass alle Betroffenen gut auf den Wechsel von IPv4 zu IPv6 vorbereitet sind. Außerdem bleiben Unternehmen der EU so wettbewerbsfähig, wenn unter IPv6 nahezu unbegrenzt viele Adressen zur Verfügung stehen und die Vernetzung deutlich vereinfacht wird.
Die meisten neuen Computer und Server großer Hersteller sind bereits IPv6 fähig und auch „GEANT“, das europäische Backbone-Internetnetz für die Forschung, ist schon mit IPv6 kompatibel. Es steht also nur noch die Umstellung des öffentlichen Internets aus. Dabei ist wichtig, dass zunächst noch beide Protokolle unterstützt werden, und dass der Umstieg schrittweise vollzogen wird. Weitere Informationen hält die englischsprachige Pressemappe zum Thema bereit: http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/
itemdetail.cfm?item_id=4133
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Quelle: Pressenachrichten der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, 27.05.2008

Internationale Suche von Kooperationspartnern

Neue Geschäftspartner - finden statt suchen

Im Folgenden veröffentlichen wir einige aktuelle Kooperationsprofile von europäischen Unternehmen, die auf der Suche nach deutschen Geschäftspartnern sind. Wenn Sie ausführlichere Informationen zu den Unternehmen sowie die Kontaktdaten benötigen, oder selbst ein Kooperationsgesuch aufgeben wollen, schreiben Sie uns: E-Mail mk(at)BITTE-LÖSCHENzenit.de

Draht- und Kabelprodukte
Schottischer Hersteller von Draht- und Kabelprodukten für die Bereiche Telekommunikation, Audio, Off-Shore-Anwendungen, Hausautomatisierungstechnik und andere Industrieanwendungen sucht Vertriebspartner in Deutschland.
Elektronische Anzeigensysteme
Kleines französisches Unternehmen, tätig im Bereich elektronischer Anzeigensysteme und deren Wartung, sucht Hersteller von Elektronikkomponenten für grafische Anzeigen auf Basis von LED-Technik.
Automatisierungstechnik
Slowenisches Unternehmen, tätig in der Automatisierung von Systemen in Gebäuden und Passagierschiffen sowie der Entwicklung von Ruderausstattungen sucht Partner für die Bereiche Internet service provider (IP TV, IP Telefon und Internet) sowie Unternehmen, die sich mit Automatisierung sowie der Errichtung von LAN-Systemen beschäftigen (mind. 10 Beschäftigte)

Veranstaltungshinweise

21. August 2008
Kooperation: Innovations- und Umsatztreiber für KMU!
Mehrwert und öffentliche Förderhilfen
ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, 45470 Mülheim an der Ruhr
http://www.zenit.de/d/service/veranstaltungen/21aug08.php

22. Juli 2008
Informations- und Transferveranstaltung
Mitten im Job
Präsentation der Ergebnisse des Modellprojektes
ZENIT GmbH, Bismarckstr. 28, 45470 Mülheim an der Ruhr
http://www.zenit.de/d/service/veranstaltungen/22juli08.php

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